News 

Hier finden Sie die neuesten Informationen zu unserern Beiträgen, Aktionen und Veranstaltungen. 


Bericht über das Online-Meeting mit Hr. Kriebel vom Gesamtelternbeirat Kindertagesstätten Nürnberg e.V. 

Am 09.11.21 fand ein Online-Meeting mit Hr. Kriebel vom GEB (Gesamtelternbeirat Kindertagesstät- ten e.V.) statt. Von Seiten des Verbandes waren Veronika Lindner (1. Vorsitzende), Lisa Pfeiffer (2. Vorsitzende) anwesend.

Nach der Begrüßung stellten Veronika Lindner und Lisa Pfeiffer den Verband Kita-Fachkräfte Bayern vor und wiesen darauf hin, dass es ihnen wichtig sei, transparent mit Eltern zusammen zu arbeiten. Daraufhin stellte sich Uwe Kriebel vor. Der zweifache Vater, der von Beruf Heilerziehungspfleger ist, engagiert sich seit 2016 im GEB. Der Verein zur Unterstützung der Elternarbeit in den Kindertagessätten in Nürnberg mit seinen ca. 50 Mitgliedern tritt als Mittler zwischen Eltern und Kommune auf. Er unterstützt Elternbeiräte städtischer und freier Träger im Raum Nürnberg-Fürth-Erlangen bei ihrer Arbeit. Der GEB hat einen Sitz in verschiedenen Gremien, z.B. im Jugendhilfe-Ausschuss der Stadt Nürnberg. Um mit Fachkräften in Kontakt zu treten, nimmt der GEB ca. alle zwei Jahre an Leitungskonferenzen statt.

 Im Bezug zur Corona-Pandemie sagte Uwe Kriebel: „Wir haben unsere Fachkräfte in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen.“. So habe der GEB während der Corona-Pandemie z.B. eine Befragung der Fachkräfte bezüglich ihrer Zufriedenheit während der Corona-Zeit gestartet. Lisa Pfeiffer sagte, dass die Unzufriedenheit des pädagogischen Personals der Hauptgrund zur Gründung des Verbandes war.

Auf die Frage von Veronika Lindner hin, ob es auch eine landesweite, bzw. bundesweite Vertretung der Eltern gebe, welche die Politik berät, antwortete Uwe Kriebel, dass dies in Bayern anders geregelt sei als in anderen Bundesländern. Dort gebe es Landeselternvertretungen. In Bayern seien lediglich die Elternbeiräte durch das BayKiBiG vorgeschrieben. Zudem gebe es eine Bundesvertretung der Eltern- ausschüsse. Dort sei seit ca. zwei Wochen auch Bayern vertreten, da sich im Mai aus verschiedenen Gesamtelternbeiräten einzelner bayerischer Regionen ein Netzwerk gegründet hätte.

Hr. Kriebel bedankte sich für die Verbandsgründung und den Einsatz. Er sagte: „Nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann gute Qualität geleistet werden“. Daraufhin entstand ein Gespräch über Transparenz und über die Ziele des Verbandes, die im Großen und Ganzen deckungsgleich mit den Zielen des GEB seien, wie Hr. Kriebel betonte. „Unsere Kollegen arbeiten in vielen Einrichtungen an der Belastungsgrenze, es kann nicht nur die Aufsichtspflicht nicht gewährleistet werden, sondern auch die Bildungsarbeit nicht.“ sagte Lisa Pfeiffer. Viele Angestellte hätten zudem „Angst vor Konsequenz“, wenn sie öffentlich sagen würden, was in Kitas geschehe. Uwe Kriebel meinte, dass dies ebenso für Eltern gelte, die um den Betreuungsplatz fürchten würden.

 Sowohl der GEB als auch der Verband würden sich vom Staatsministerium nicht ernst genommen fühlen, betonten die Anwesenden. Der Verband habe das Gefühl, dass vor allem auf die Interessen der Eltern gehört werde. Daher entstand die Frage wer das Sozialministerium von Elternseite berate. Hr. Kriebel antwortete, dass vor allem die Träger die Elternseite mit vertreten würden. Hier gebe es jedoch einen Interessenskonflikt. Zudem gebe es noch das Bündnis für frühkindliche Bildung, welches die Politik berate. Der Antrag den GEB in dieses Gremium mit aufzunehmen, wurde jedoch von der CSU und den Freien Wählern abgelehnt. Veronika Lindner gab hinzu, dass die Träger, neben den Gewerkschaften und dem nun gegründeten Verband für Kita-Fachkräfte Bayern auch die Seite des pädagogischen Personals vertreten würde. Auch hier sehe sie einen Interessenskonflikt. Die Anwesenden kamen zum Schluss, dass Eltern und Personal durch die mangelhafte Beteiligung am Prozess oft gegeneinander ausgespielt werden würden. Deshalb sei es um so wichtiger transparent zu sein und sich auszutauschen.

Ein solches kritisches Thema, bei dem unterschiedliche Interessen bestehen sei z.B. die Beitragsfreiheit. Laut Hr. Kriebel gehe es Eltern nicht darum, dass sie kein Geld für gute Kinderbetreuung zahlen möchten, sondern dass Bildung ein Recht jedes Kindes ist. Deshalb sollten Kitas kostenlos sein. Bevor dies umgesetzt werden kann müsste jedoch zunächst die Struktur umgebaut werden. Lisa Pfeiffer brachte ein, dass die Finanzierung des Kita-Systems ein Problem darstellt. Da Geld von verschiedenen Seiten komme, gehe die Chancengleichheit und die Übersicht verloren. Dem Verband sei bewusst, dass jedes Kind ein Recht auf Bildung habe, was der Verband unterstütze. Jedoch könnte das Geld, das in die Beitragszuschüsse investiert wird auch in mehr Personal, bessere Materialien und mehr Räumlichkeiten investiert werden.

Das Gespräch neigte sich nun langsam dem Ende zu. Alle Anwesenden waren sich einig, dass der GEB und der Verband viele ähnliche Themen und Problematiken ansprechen. Deshalb wäre es denkbar eine gemeinsame Initiative zu starten. Mit der Zusage weiterer Gespräche verabschiedeten sich die Anwesenden und dankten sich gegenseitig für die Möglichkeit des Kennenlernens.

 

Unser Fazit zum Gespräch:

Nach dem Gespräch sind wir uns um so sicherer, dass sich Eltern und Personal beide für bessere Kitas einsetzen und interessieren. Transparenz gegenüber Eltern ist für uns sehr wichtig. Eltern sollen wissen, was ihre Kinder in den Kitas erleben. Wir dürfen nicht mehr länger schweigen. Eltern haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Probleme es in Kitas gibt. Durch die Bündelung der Kräfte kann eine neue Energie entstehen, mit der noch mehr erreicht werden kann. Uns ist es dennoch wichtig zu betonen, dass es bei einigen Punkten unterschiedliche Ansichten gibt, die aus der unterschiedlichen Perspektive der beiden Parteien resultieren.

 

Den Bericht als Datei finden Sie unter:  Bericht-GEB-09.11.21.pdf

Beitrag vom 27.11.2021


Eintragung in das Vereinsregister 

Endlich ist es so weit! Es gibt etwas zu feiern! Wir sind ein eingetragener Verein und dürfen nun offiziell den Namen „Verband Kita-Fachkräfte Bayern e.V. Fachlich. Stark. Verbunden“ tragen.

Beitrag vom 23.11.2021


Schon gehört? Wir kommen für eine Infostunde in deine Teamsitzung! 

 Dort stellen wir dir und deinem Team unverbindlich, kurz und knapp unseren Verband und unsere Lobbyarbeit, die wir für pädagogische Berufe im Kita-Bereich leisten vor. Vereinbare gerne heute noch einen Termin mit uns!
 
Wenn du den Verband selbst vorstellen möchtest, ist das natürlich auch möglich. Infomaterialien und Flyer erhältst du jederzeit kostenlos und unverbindlich von uns.
 
Melde dich bei Interesse gerne unter lisa.pfeiffer@verband-kitafachrkraefte-bayern.de
 
Wir freuen uns schon darauf den Verband gemeinsam mit dir noch bekannter zu machen!
 
Fachlich. Stark. Verbunden. Für bessere Kitas in Bayern.

Beitrag vom 22.11.2021


Kitas in der Krise: 12+1 Forderungen, um entgegenzusteuern!
Politik muss in der neuen  Legislaturperiode endlich handeln!

Die letzten Jahre haben eindrücklich gezeigt: Kitas sind wichtige Bildungseinrichtungen. In den ersten Lebensjahren werden die Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung und der Bildungsbiografie gelegt. Bundesweit sind die Kita-Strukturen von unzureichender Personalausstattung und nicht adäquaten Räumlichkeiten gekennzeichnet. Bisher wurden auf politischer Ebene pädagogischen Fachkräfte nicht ausreichend in Entscheidungsprozesse eingebunden. Es geht darum, diese Mängel in den nächsten Jahren zügig abzubauen.

Deshalb haben wir, zusammen mit den anderen Verbänden für Kita-Fachkräfte aus Deutschland, nach unserem im September veröffentlichten Positionspapier nun eine Langfassung mit 12+1 Forderungen für eine gute frühkindliche Bildung und Stärkung der Arbeit der pädagogischen Fachkräfte herausgebracht. Dieses Papier soll den sich derzeit in Koalitionsverhandlungen befindenden Parteien dabei helfen sich in Zukunft für bessere Kitas zu sorgen und ihnen die aktuelle unzureichende Lage in den Kitas bewusst machen.  

Sie finden das ausführliche Positionspapier unter:  Positionspapier_Bundetagswahl_Langfassung.pdf

Das Positionspapier wurde zudem auf der Seite des nifbe veröffentlicht: https://www.nifbe.de/infoservice/aktuelles/2039-12-1-forderungen-fuer-gute-fruehkindliche-bildung?fbclid=IwAR0ghz5apyXSpvCU2cSzgFNOtTj2cRw7a_1TjtwFbxHt20ZJ2lR9OreND7A 

Beitrag vom 19.11.2021


Testen! Testen! Testen! 

Das muss momentan die Devise in den Kindertageseinrichtungen sein. Wir als Verband unterstützen und befürworten die regelmäßige Testung der Kita- MitarbeiterInnen. Wir fordern aber auch zum Schutz aller, die regelmäßige und kindgerechte Testung von ALLEN Kita-Kindern. Das muss die Voraussetzungen für den Besuch in der Einrichtung sein.

Die hohen Inzidenzwerte bei den älteren Schulkindern lassen uns nur ansatzweise erahnen, wie es wohl um die Kita-Kinder bestellt sein muss. Auch unser pädagogisches Personal, welches teilweise selbst zur Risikogruppe gehört, und deren Angehörige müssen geschützt werden.  

Bei einer bundesdurchschnittlichen Impfquote von 84% - Tendenz steigend (Quelle: Monitoring RKI, Juni 21) der Kita-Beschäftigten halten wir die momentane Debatte um ein Impfpflicht für fehl am Platz. Aus welchen Gründen wir noch die Impfpflicht für das pädagogische Personal ablehnen, könnt ihr unter folgendem Link nachlesen: https://verband-kitafachkraefte-bayern.de/clubdesk/fileservlet?id=1000156

Beitrag vom 18.11.2021 


Klartext - So sieht die Praxis in der Kita wirklich aus: Mir fehlen die Worte

Sehr geehrter Herr Söder,

es ist Sonntag Abend und mir bleibt nichts anderes übrig, als Ihnen zu schreiben. Anders kann ich dem Ganzen nicht mehr mit einem guten Gewissen entgegentreten. 

Sie reden seit so langer Zeit wie wichtig es ist die Menschen zu schützen, die Schutz bedürfen. Ich möchte Sie nun auch dran erinnern, dass diesen Schutz doch auch und vor allem die Kinder verdient haben. Ich arbeite nun seit 20 Jahren mit Kindern und verstehe so einiges nicht, aber die derzeitigen Regelungen lösen bei mir blankes Unverständnis aus. Wie kann es denn sein, dass geimpfte Erzieher, die aufgrund eines Kontaktes zu einem Corona-Positiven Angehörigen im gleichen Hausstand, die als klare Kontaktperson gelten, ohne weitere Auflagen wieder zu ungeimpften Personen dürfen. 

Auch wenn Kinder diesen Virus vielleicht nicht mit einem schweren Verkauf bekommen, gibt es andere Krankheiten und Viren, die die Kinder bekommen können, man siehe den RS-Virus, als Beispiel. Das Immunsystem von vielen vielen Kindern ist durch die starke Isolation der letzten Zeit so weit heruntergefahren, dass der Körper sehr zu kämpfen hat. Das verbessert die Situation doch keines Wegs. 

Ein weiterer Punkt, so vermitteln Sie jedem Menschen, dass eine Impfung ein Freihfahrtsschein ist und wir wissen ja nun, dass dies nicht der Fall sein sollte. Ich erfahre von immer mehr Fachkräften, die neben einem ganz unguten Gefühl nun weiter in die Einrichtung müssen, die Reglung nicht verstehen.

Eine erweiterte Quarantänereglung in Bereichen wo eine Ansteckung erhöht ist, wie in der Kinder und Jugendarbeit, sowie in der Behinderten und Altenhilfe wäre mehr als wünschenswert. Gerade in der Arbeit mit Kindern erleben wir seit einiger Zeit wieder vermehrt Eltern, die wieder normal arbeiten und Oma und Opa einspringen. Ein Personenkreis, den wir doch alle schützen wollen, da wir nun wissen die Impfung reicht nicht voll aus.

Herr Söder, ich kann und möchte nicht eine von den Personen sein, die schimpft und nichts anspricht. Ich möchte die sein, die sie von Herzen darum bitten hier etwas zu tun!!

 

Mit freundlichen Grüßen

Ein Mitglied des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Den Bericht als PDF finden Sie unter: Klartext-Mir fehlen die Worte.pdf

Beitrag vom 17.11.2021


Save-the-date für den Online-Vortrag "Seelenprügel - psychische Gewalt im pädagogischen Alltag" mit Dr. Anke Elisabeth Ballmann 

SAVE THE DATE!

AM DONNERSTAG, DEN 17.02.2022 UM 18.30 UHR.„SEELENPRÜGEL- psychische Gewalt im pädagogischen Alltag“ der Online- Vortrag von und mit der Bestseller- Autorin, Pädagogin und Psychologin Anke Elisabeth Ballmann.

Wir freuen uns sehr dieses brisante Thema exklusiv und kostenlos für unsere Mitglieder anbieten zu können. Nähere Informationen zum Ablauf und Inhalt folgen rechtzeitig.

Sie möchten auch gern dabei sein und mehr darüber erfahren? Für nur 15 Euro im Jahr können Sie bei uns Mitglied werden und zur Verwirklichung von besseren Rahmenbedingungen in den bayerischen Kindertagesstätten beitragen, sowie u.a. an solch spannenden Vorträgen teilnehmen. Nähere Infos zum Verband, dessen Vorteile und zur völlig unkomplizierten Mitgliedschaft finden Sie unter https://verband-kitafachkraefte-bayern.de/willkommen.

Beitrag vom 07.11.21


150 Mitglieder - Verlosungsaktion  

Am Mittwoch war es so weit. Der 150. Mitgliedsantrag kam bei uns an. Wir freuen uns, dass wir schon 150 Mitgliedern eine Stimme geben dürfen.  

Anlässlich dieses Erfolges werden wir an 15 Mitglieder fünfmal zwei und zehnmal eine Ausgabe der Wamiki-Zeitschrift verlosen.

Wir danken euch für euer Vertrauen und dass ihr den Schritt der Mitgliedschaft gewagt habt, denn nur zusammen sind wir stark und können treu nach unserem Motto „fachlich. Stark. Verbunden“ Verbesserungen in den Kitas bewirken. 

Wenn auch Sie von unseren tollen Aktionen profitieren möchten, Sie uns auch mit Ihrer Stimme unterstützen möchten und wir uns für Sie einsetzen sollen, dann schauen sie unter https://verband-kitafachkraefte-bayern.de/mitglied_werden vorbei. Eine Mitgliedschaft ist schon für 15€ möglich. Keiner muss sich aktiv einbringen, wenn er nicht möchte. Bei Fragen zur Mitgliedschaft Sie sich jederzeit bei uns melden! Wir freuen uns auf Sie!

Beitrag vom 07.11.21


Neu überarbeiteter Flyer und Con-Sozial 

Vielleicht hat es der oder die andere von euch schon gehört. Von 10.-11.11. dieses Jahrs findet in Nürnberg die Con-Sozial (Fachmesse und Kongress der Sozialwirtschaft Nürnberg) statt. Infos und Tickets dazu findest du unter https://www.consozial.de.   

Wir danken der VKM und dem Organisationsteam der Messe, dass dort unsere Flyer ausgelegt werden. Wir hoffen dadurch noch mehr Mitglieder zu bekommen und noch bekannter zu werden. 

Wenn auch du unsere Flyer verteilen möchtest, melde dich gerne bei uns unter lorna.stephen@verband-kitafachkraefte-bayern.de.   

Unsere neu überarbeiteten Flyer als Datei findest du unter https://verband-kitafachkraefte-bayern.de/clubdesk/fileservlet?id=1000204

Beitrag vom 04.11.21


Bericht über das Online-Meeting mit Julika Sandt MdL und Petr Lehr (FDP)

Am 11.10.2021 trafen sich die Vorstände des Verbandes (Veronika Lindner – 1. Vorsitzende, Lisa Pfeiffer – 2. Vorsitzende, Jaqueline Fleßa – 3. Vorsitzende) via Teams mit Julika Sandt (Sprecherin für Arbeit und Soziales der FDP-Fraktion Bayern, stellvertretende Fraktionsvorsitzende) und Petr Lehr (Fachreferent für Arbeit und Soziales der FDP-Fraktion Bayern).  

Das Meeting begann mit einer Vorstellungsrunde. Danach wurden folgende Themen besprochen:

  • Inhalte der Partei zum Thema Frühkindliche Bildung
  • Themenkomplex Ausbildung
  • Fachkräftemangel
  • Anstieg der Anforderungen im Arbeitsfeld
  • Mangelhafte Rahmenbedingungen und dessen Auswirkungen
  • Bürokratieabbau, Möglichkeiten der Entlastung
  • Attraktivität des Berufsfeldes und Forderungen dazu
  • Erfahrungen mit der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen
  • Schulvorbereitung, verpflichtendes Schulvorbereitungsjahr, Kooperation mit den Grundschulen 

Alle Beteiligten dankten für den interessanten und offenen Austausch und sprachen sich dafür aus, dass dieser wiederholt werden solle. Vor allem sollte das letzte Gesprächsthema wiederholt werden. Fr. Sandt betonte, dass sie vor allem die Punkte „Maskenpflicht“ und „fehlende Vorbereitungszeit“ aus dem Gespräch mitgenommen hätte. Daraufhin verabschiedeten sich alle Beteiligten.  

 

Unser Fazit zum Gespräch: Wir haben das Gespräch als sehr konstruktiv empfunden. Es war interessant, auch die Überlegungen der FDP zu hören. Die Vorstände sehen vor allem die Überlegungen des letzten Themenbereiches des verpflichtenden Schulvorbereitungsjahres, der Stärkung der Schulvorbereitung und von frühzeitigen Schuleingangstests von externen Fachleuten für Kinder als kritisch an und möchte sich in nächster Zeit mit diesem Themenpunkt genauer beschäftigen. Wir würden uns sehr über ein erneutes Ge- spräch freuen, in dem die Themen noch einmal vertieft werden können.  

 

Den ausführlichen Bericht vom Gespräch finden Sie unter: Bericht-FDP-11.10.21.pdf

Beitrag vom 29.10.21


Forderung eines Bundesqualitätsgesetzes 

Heute wurde das Positionspapier des KTK-Bundesverbandes, der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und des AWO-Bundesverbandes mit dem Titel: „Kindertageseinrichtungen sind unverzichtbar: Für ein Bundesqualitätsgesetz!“ veröffentlicht. Wir als Verband hatten die Ehre das Positionspapier zu unterzeichnen.  

Das Positionspapier richtet sich mit der Forderung an die Politik ein deutschlandweites Bundesqualitätsgesetz einzuführen. Im Positionspapier werden folgende Inhalte angesprochen:

  • Kita-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz
  • Qualitätsentwicklung ist nur über ein Bundesqualitätsgesetz möglich , das folgende Mindeststandards enthalten muss:
    • Verbesserter Fachkraft-Kind-Schlüssel
    • Mittelbare pädagogische Arbeit
    • Leitungsfreistellung
    • Beteiligung von Fachkräften, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und zivilgesellschaftlicher Akteure 

Vielen Dank noch einmal an den KTK-Bundesverband, die GEW und die AWO, dass wir als Verband die Möglichkeit bekommen haben das Papier zu unterzeichnen. Uns ist es wichtig gemeinsam mit den Trägern zu handeln, statt gegeneinander. Ein Bundesqualitätsgesetz, finanziert durch den Bund würde dem pädagogischen Personal, den Trägern und vor allem den Kindern helfen! 

Das Positionspapier finden Sie in den Bildern und unter: Bundeskitaqualitätsgesetz 25.10.2021.pdf

Verbreiten Sie es gerne weiter!

Beitrag vom 25.10.21


Zeitungartikel mit einem Interview zum Thema "Selbsttests bei Krankheitssymptomen" 

Unsere 3. Vorsitzende, Jacqueline Fleßa, durfte gestern dem Merkur ein Interview zum Thema der neuen Hygieneregelungen, bezogen auf die neue Regelung der Selbsttests bei Krankheitssymptomen geben. Darauf ist ein Zeitungsartikel mit dem Titel „Schnelltests zu Hause statt beim Arzt“ entstanden, der im Münchner Merkur, auf Merkur.de und in der OVB Heimatzeitung erschienen ist. 

Die Artikel finden Sie in den Bildern unten und unter folgenden Links:

Merkur.de: https://www.merkur.de/bayern/corona-test-bei-kleinkindern-bayerns-sozialministerin-carolina-trautner-verkuendet-erleichterung-fuer-eltern-im-kita-alltag-an-zr-91069689.html

OVB Heimatzeitungen: https://www.ovb-heimatzeitungen.de/bayern/2021/10/22/erleichterung-fuer-den-kita-alltag.ovb?shorten 

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung zu den neuen Regelungen schreiben.  

Beitrag vom 23.10.21


Update: Antwort der CSU auf unsere Stellungnahme mit dem Titel "CSU, Freie Wähler und AFD stimmen mit Nein bei der Frage um Qualitätsverbesserungen in Kitas" 

Nach unserem offenen Brief an den bayerischen Landtag mit dem Titel „CSU, Freie Wähler und AFD stimmen gegen Qualitätsverbesserungen in Kitas“ haben wir nun von der CSU eine Antwort erhalten. 

Wir danken der CSU für die Antwort, auch wenn uns diese nicht zufrieden stellt. Wie in unserer Stellungnahme benannt, sehen wir die beschriebenen Punkte anders als die CSU. Wir finden, dass aktuell noch nicht genügend für bessere Kindertageseinrichtungen und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels getan wird. Diese Expertise nehmen wir aus unseren täglichen Erfahrungen aus der Praxis und den Rückmeldungen vieler Beschäftigten in Kitas.  

Wir werden uns weiter für bessere Qualität in Kitas einsetzen. So wie die aktuelle Situation in vielen Kitas ist kann es nicht weitergehen. Unterstützen Sie uns dabei und geben Sie uns mithilfe einer Mitgliedschaft Ihre Stimme (Infos dazu unter: https://verband-kitafachkraefte-bayern.de/mitglied_werden). 

Das Schreiben der CSU finden Sie im Bild unten oder unter: 2021-10-12 Verband Kita Fach kräfte Qualität Plenum.pdf

Beitrag vom 22.10.21


Bericht über die Online-Veranstaltung "Kitas eine Stimme geben" 

Am 14.10.2021 hatte der Vorstand die Ehre an einer öffentlichen Online-Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Kitas eine Stimme geben“ als ReferentInnen eingeladen zu sein. Von Verbandsseite her nahmen Veronika Lindner (1. Vorsitzende) und Jacqueline Fleßa (3. Vorsitzende) teil. Weitere ReferentInnen waren Johannes Becher, der die Veranstaltung moderierte und Eva Lettenbauer, beide von Bündnis 90/Die Grünen und Mario Schwandt von der GEW. Es war eine öffentliche Veranstaltung, die rege besucht wurde.  

Hr. Becher führte in die Veranstaltung ein und stellte alle ReferentInnen vor. Dabei merkte er an, dass der Verband der aktivste Lobbyverband sei, den er im bayerischen Raum kenne.  

Daraufhin gab es Vorträge der ReferentInnen. Zunächst sprach Mario Schwandt. Er stellte die GEW vor, ging auf die Tarifpolitik und den bevorstehenden Tarifkampf ein und betonte die Ziele der GEW für den Kita-Bereich. Danach stellte Veronika Lindner den Verband und das Ziel des Verbandes vor. Sie benannte die wichtigsten Ziele des Verbandes und erklärte wie diese erreicht werden können.  

Nach diesen beiden Vorträgen gab es eine Diskussionsrunde über die Bedeutung und die Möglichkeiten der Kommunen.  

Darauf folgte der Vortrag von Eva Lettenbauer zu den Themen Soziales Arbeitsfeld, Fachkräftegewinnung, Faktor Frauen, niedrige Männerquote im Beruf, Bezahlung und Berufsorientierung.  

In einer offenen Runde wurde über verschiedene Themen diskutiert. Diese waren unter anderem die Themen Gehalt, Tarifpolitik, Erfahrungen aus der Praxis und Kindertagespflege. Zusätzlich wurde im Chat diskutiert. Veronika Lindner wies darauf hin, dass allen Anwesenden die Probleme bewusst seien, dass jedoch die Lösungsfindung fehle. Die Überlegung nur das Gehalt zu erhöhen sei zu kurz gedacht. Die Rahmenbedingungen müssten sich ändern. Sie hoffe, dass dies in nächster Zeit verstärkt werde.  

Am Ende der Veranstaltung machte Johannes Becher den Vorschlag, dass alle Anwesenden Petitionen einreichen könnten (so wie das Volksbegehren zum Artenschutz), vielleicht ja auch zusammen. Dies sei eine Möglichkeit Aufmerksamkeit zu bekommen. Zudem sagte er, dass er weiterhin Anträge im Landtag für bessere Bedingungen stellen möchte. Eventuell könnte eine solche Veranstaltung zudem wiederholt werden. Alle Anwesenden verabschiedeten sich.  

 

Unser Fazit zur Veranstaltung:

Wir haben uns darüber gefreut einige neue Kontakte zu knüpfen, vor allem zu GEW und die Möglichkeit zu bekommen als ReferentInnen zu sprechen. Der Schwerpunkt lag auf dem Tarifkampf und der Erhöhung des Gehaltes, um mehr Menschen für das Berufsfeld zu begeistern. Wir denken, dass dieser Gedanke zu kurz gedacht ist. Es reicht nicht aus mehr Gehalt zu bekommen. Die Arbeits- und Rahmenbedingungen müssen sich verbessern. Dies hätten wir uns ebenso als Schwerpunkt gewünscht. Die Möglichkeit der Petitionen wollen wir in Zukunft noch mehr nutzen.

 

Den Bericht finden Sie auch unter: Bericht-Grüne-Veranstaltung-Kitas_eine_Stimme_geben.pdf

Beitrag vom 18.10.2021


Bericht über das Gespräch mit Mitgliedern der LINKEN Bayern 

Am Dienstag, den 21.09.2021 trafen sich drei Mitglieder unseres Verbandes (Lisa Pfeiffer – 2. Vorsitzende, Jaqueline Fleßa – 3. Vorsitzende und Sandra Dollmann – Beisitzerin) online mit Sarah Eichberg und ihrer Parteikollegin, welche selbst auch im Kita-Bereich tätig ist. Sarah Eichberg ist 25, als Sozialpädagogin in einer Grundschule angestellt und bei der Partei „DIE LINKE“ in Ingolstadt im Vorstand - sie kandidiert dieses Jahr für den Bundestag. 

Jaqueline Fleßa startete das Treffen mit der Frage, ob die beiden Parteimitglieder sich schon mit unserem Verband beschäftigt haben und ob diese Fragen an uns haben. Es kam die Antwort, dass sie sich vor dem Treffen in unsere Homepage eingelesen haben und vielen Punkten, welche wir angehen wollen, zustimmen können. Sarah Eichberg’s Parteikollegin äußerte, sie finde es sehr anstrengend, dass immerzu geschimpft wird, ohne dass es dann zur Lösungsfindung kommt. Die gegenseitige Wertschätzung sei ihr sehr wichtig, das heißt die Zusammenarbeit im Kita-Bereich mit Schulen, Förderstellen und dergleichen und auch die gegenseitige Wertschätzung. Jeder schaut in seinem Bereich, dass alles passt. Das Miteinander sollte einfach besser werden.Es wurde von unserer Seite betont, dass dies sehr wichtig ist, das Ganze sich jedoch schwierig gestaltet, da Lehrer staatlich begleitet sind, Kitas eben nicht. Dies führt zu unterschiedlichen Ebenen und gerade während Corona gab es ganz andere Voraussetzung und eine andere Betreuung.  

Lisa Pfeiffer berichtete kurz über die Fachkräfteverbände im Allgemeinen. Es gibt bundesweit bereits Verbände, 13 sind gegründet, der Rest befindet sich gerade in der Gründung. Es ist so wichtig, dass Missstände endlich aufgedeckt und aufgeklärt werden, da derzeit in den Kitas der Trend mehr zur Aufbewahrung statt zur Bildung geht. Diese Missstände müssten auf Landesebene gesehen werden, ebenso wie die Wichtigkeit und die Dringlichkeit dahinter, dass dagegen etwas getan werden muss. Die Stimme aus der Praxis seitens der Fachkräfteverbände sollte gehört werden.

Unsere dritte Vorsitzende erkundigte sich, wie der Stand der Partei zu der Wichtigkeit der Kindertageseinrichtungensei. Sarah Eichberg antwortete, dass dies ein großes Thema in der Partei sein, da sie für soziale Gerechtigkeit und soziale Gleichheit stehe, unabhängig von sozialem Stand, Religion, Hautfarbe,... Da gehöre die Bildung und Betreuung unserer Jüngsten maßgeblich dazu. Jedes Kind habe nicht nur das Recht auf einen Kita-Platz (Rechtsanspruch), sondern solle laut der Partei auch wirklich einen bekommen können, was bisher leider oft nicht der Fall ist, da viele Plätze schlichtweg fehlen. Ein Kita-Platz müssten zusätzlich und auch finanziell machbar für alle Familien sein.

Der Partei liege viel daran die Gruppenstärke zu verringern. In den Einrichtungen hat das pädagogische Personal dann mehr Möglichkeit auf die einzelnen Bedürfnisse einzugehen.Ebenso wolle sie eine bessere Bezahlung für die Fachkräfte. Das Gehalt sei bisher viel zu wenig. Eichberg verstehe nicht, warum man es den Menschen so schwer mache, die sich um die Kinder, also unsere Zukunft kümmern. Mehr Geld soll den Beruf attraktiver machen. Auch die Ausbildung solle umstrukturiert werden und auch hier sofort mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Es sei wichtig, mehr Menschen in diesen Bereich zu bringen, da ein massiver Fachkräftemangel herrscht. 

Lisa Pfeiffer brachte die Zwischenfrage ein, ob die Partei es in Ordnung fände, dass HelferInnen in Rekordzeit ausgebildet werden. Dies verneinte Eichberg vehement. Sie äußerte, dass dadurch nur versucht werde den Fachkräftemangel zu retuschieren. Das mache das Problem jedoch nicht besser!Eichberg zitierte dazu aus dem „Kita Gesetz“ der Partei (zu finden im Wahlprogramm unter dem Punkt „Gute Bildung: Gerecht, gebührenfrei, ein Leben lang“ ab S. 46), um deutlich zu machen, wofür die Partei stehe und was ihnen besonders wichtig sei. 

Jacqueline Fleßa begrüßte diese Punkte, es stelle sich ihr jedoch die Frage woher die fehlenden Fachkräftekommen sollen. Sarah Eichbergs Parteikollegin antwortete, dass dies über die Anerkennung passieren solle. Eine Unterstützung auf Beziehungsebene und große Wertschätzung für pädagogische Fachkräfte seien sehr wichtig. Junge Leute sollen Lust haben auf den Beruf, und nicht von schlechten Bedingungen abgeschreckt werden. Fachkräfte müssen entsprechend ausgebildet werden. 

Im Gespräch wurde zudem beleuchtet, dass für Eltern und die Wirtschaft der Ganztagesausbau in der Kinderbetreuung zwar sehr wichtig sei, es dennoch aufgrund des bereits derzeit schon bestehenden Fachkräftemangels nicht umgesetzt werden könne. Es hätte viel eher reagiert werden müssen. Die Ausbildung zum Erzieher nimmt 3-5 Jahre in Anspruch, das könne den Bedarf bis 2025, ab wann die Ganztagesbetreuung laufen soll, nicht auffangen. Die letzten beiden Jahrgänge waren sehr Geburtenstark und die Familienverhältnisse ändern sich über die Jahre – nicht immer sind die Großeltern beispielsweise noch in der Nähe und können bei der Kinderbetreuung unterstützen. Die Gemeinden sind jetzt schon überfordert und die Einrichtungsleitungen können dies nicht mehr stemmen.

Seitens unseres Verbandes kam noch einmal der Einwand, dass wir für Pädagogik und Qualität stehen, die Verkürzung der Ausbildungen stehe dem stark entgegen. Da sich die Umstände immer mehr ändern und das Verhalten der Kinder immer herausfordernder werde, benötigt man fundiertes, fachliches Know-How. Durch den hohen Fachkräftemangel werde jedoch größtenteils nur noch auf Beaufsichtigung gesetzt. Die Bildung und die Pädagogik kommen viel zu kurz. Menschen in sozialen Berufen seien oft Gutmenschen, jeder gebe sein Bestmögliches. Durch schlechte Voraussetzungen ende dies jedoch oft im Burnout. Viele ausgebildete Kräfte werfen deswegen das Handtuch, sie können einfach nicht mehr, was den Fachkräftemangel nicht besser mache. Es stehe die Frage im Raum wie man dieses Blatt wenden könne. Das steht und fällt damit, dass die Regierungsparteien in diesem Punkt definitiv umdenken müssen! In jeder Partei gebe es eigentlich Köpfe, die Konzepte entwickelt haben für genau diese Situation. Leider werden diese nicht ernst genommen, genauso wie das pädagogische Personal. Das müsse sich ändern. Kindertageseinrichtungen gleichen, laut unseren Gesprächspartnern einer Massentierhaltung. Das hinterlässt Spuren bei den Kindern und Problemfälle fallen hinten runter. Die Frage ist, warum interessiert das fast keinen? Jeder kennt doch jemanden, der Kinder hat oder Kinder möchte. Kinder sind unsere Zukunft. 

Jacqueline Fleßa stellte die Frage, was bei der Partei im Jahreskreislauf dafür getan werde, außerhalb des Wahlprogrammes. Sarah Eichberg erzählte, dass die bildungspolitische Sprecherin für Hochschuelen der Linken, Nicole Gohlke, aus Bayern komme. Sie sei sehr engagiert im Bundestag und gut ansprechbar. Das Gespräch von heute werde an sie weitergegeben. Im Allgemeinen seien Kinder und die Kinderbetreuung generell ein großes Thema. Die Linke versuche familienfreundlich zu sein. In der Partei seien viele Mütter und ebenso viele Menschen aus dem sozialen Bereich, das heißt viele SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, KinderpflegerInnen, usw. Die Partei stehe ebenso für Umverteilung, Chancengleichheit, usw. Auch da müsse etwas getan werden. Eichberg wieß auf den Wahlspruch „Für Bildung und Soziales: Vermögenssteuer“ hin. Alle Kinder sollten von Anfang an gleiche Chancen haben. Die Frage ist, wer setze das um? Es reiche nicht Danke zu sagen und zu klatschen! Es müsse grundsätzlich etwas getan werden. Das heißt konkrete Konzepte müssen ausgearbeitet werden.  

Eichberg‘s Parteikollegin äußerte, dass sie genau deswegen bei den Linken sei. Unsere Welt sei so kapitalistisch. Sie habe die Hoffnung, dass das Geld umverteilt werde und damit etwas verändert wird, in Richtung Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit. Sarah Eichberg selbst sagte, dass es mit „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nicht getan sei. Richtig wäre „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“. Warum sollten Erzieher beispielsweise weniger Geld bekommen als ein Mitarbeiter bei Audi. Wovon profitiert unsere Gesellschaft? Vom Auto sicher nicht! Von Kindern, die „gut“ entwickelt seien eben schon. Die Wertigkeit und die Bedeutung für die Gesellschaft seien wichtig. In dieser Hinsicht müsse ein Umdenken stattfinden und das Geld in den wirklich wichtigen Bereichen angepasst werden. 

Jacqueline Fleßa brachte ein, dass das Gehalt zwar eindeutig zu wenig, jedoch definitiv nicht alles sei. Viel wichtiger wären gute Bedingungen und Voraussetzungen. Dies bestätigte Lisa Pfeiffer. Bezahlung sei ein wichtiger Faktor, aber das Hauptanliegen seien gute Bedingungen, um gut arbeiten zu können! Ein Handwerker beispielsweise brauche sein Werkzeug zum Arbeiten und keiner zweifle daran, dass er es braucht. Aber im pädagogischen Bereich bezweifle jeder was wir brauchen. Die Qualität sinke immer mehr und wir müssen oft jeden Bewerber einstellen. Wichtig wäre ein multiprofessionelles Team. Man sollte gut qualifizierte Menschen in den Beruf locken, mit besserem Gehalt, guten Bedingungen usw. Nicht auf die Schnelle weit weniger qualifizierte Menschen weiterbilden. Sarah Eichberg äußerte, dass einfach alles eine Finanzfrage sei - kleinere Gruppenstärke, mehr Personal usw. Das Geld für Kommunen und Einrichtungen im Bereich der Kinder solle viel höher sein. Lisa Pfeiffer warf ein, dass die Zuständigkeit der Kommunen ebenso schwierig sei, da es dadurch in den Einrichtungen unterschiedliche Bedingungen gibt. Dadurch seien auch die Bildungschancen, je nach Kommune, unterschiedlich. Das ist ein Unding. Die Finanzierung solle einheitlich geregelt, die Voraussetzungen und Gegebenheiten überall gleichwertig geben sein. Sarah Eichberg sagte, dass die Linke genau das wolle – nämlich überall gleiche Chancen und gleiche Umstände! 

Es gab keine weiteren, offenen Fragen mehr. Alle Anwesenden waren sich jedoch einig, dass dieses Thema sehr wichtig sei und man sich auch noch viel länger über die schwierigen Umstände im Bereich der Kitas unterhalten könne. Eichberg bestätigte, dass die Problematik gesehen werde und die Partei versuche das Thema anzugehen. Es wurde noch einmal auf Frau Gohlke hingewiesen, unser Vorstand solle mit ihr noch einmal in Kontakt treten. Sarah Eichberg bat dem Verband ihre Unterstützung an. Damit wurde das Gespräch beendet.  

 

Unser Fazit zum Gespräch:

Wir haben uns gefreut die Positionen der Linken kennen zu lernen. Es war interessant die Anliegen der Partei zu erfahren. Wir danken Frau Eichberg und ihrer Parteikollegin für den Austausch und werden in Zukunft ihrer Empfehlung folgen Kontakt zu Frau Gohlke aufzunehmen. 

 

Den Bericht finden Sie auch unter: Bericht-Linke-21.09.21.pdf

Beitrag vom 12.10.21


Einladung zur Veranstaltung - "Den Kitas eine Stimme geben" 

Am Donnerstag, den 14. Okt. 2021 von 19:00 - 20:30 veranstalten Johannes Becher-Landtag und Eva Lettenbauer (PolitikerInnen im bayerischen Landtag der Partei Bündnis 90 / Die Grüne) eine Veranstaltung zum Thma „Den Kitas eine Stimme geben – Kräfte bündeln – bessere Arbeitsbedingungen erkämpfen“.

Wir dürfen bei dieser Online-Veranstaltung als ReferentInnen sprechen. Neben uns ist auch die GEW – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern eingeladen. Auch Sie düfen gerne an der Veranstaltung teilnehmen. Weitere Infos und den Link dazu finden Sie unter: https://johannes-becher.de/allgemein/kitas-eine-stimme-geben/ oder in der Facebook-Veranstaltung unter: https://www.facebook.com/events/408217330671622.  

Wir wollen die Veranstaltung nutzen, um uns weiter zu vernetzen, den Verband bekannter zu machen, unsere Gründe die Verbandsarbeit zu verdeutlichen und gemeinsame Ideen für eine bessere Zukunft der Kitas zu entwickeln. Kommen Sie dazu und machen Sie mit. Wir freuen uns auf Sie!

Beitrag vom 09.10.21


Klartext - So sieht die Praxis in der Kita aus: "Bericht über meinen Alltag"

Hallo Kollegen,  

ich arbeite seit fast 20 Jahren in der Kleinkindpädagogik und wurde vom Verband gebeten kurz über meinen momentanen Alltag zu berichten.

 Ich bin in der Krippe als Gruppenleitung tätig und habe sechs Eingewöhnungen die gleichzeitig am 1. September gestartet sind. Von diesen sechs Eingewöhnungen sind zwei Kinder unter einem Jahr und der Rest knapp über einem Jahr. 

Meine Kollegin und ich kommen sehr an unsere Grenzen, weil jedes Kind eine individuelle Begleitung bräuchte, die wir nur begrenzt geben können. Noch dazu schlafen noch nicht alle sechs bei uns. Ehrlich gesagt haben wir Angst, wenn jetzt die Zeiten der Kinder länger werden und wir auch jedes Kind beim Schlafen begleiten sollen, wie wir das schaffen sollen. Noch dazu haben wir ja auch noch die bestehende Gruppe. An gezielte Angebote ist momentan leider nicht wirklich zu denken. Das hat für uns nichts mehr mit Pädagogik zu tun und grenzt an Kindeswohlgefährdung. Nur leider sind uns die Hände gebunden und wir sind verzweifelt. Gespräche mit Leitung und Träger laufen ins Leere. Sind wir wirklich gezwungen zu kündigen oder krank zu werden? Das würde nicht das Problem lösen.

 

Liebe Grüße 

Nicole

(Mitglied im Verband Kita-Fachkräfte Bayern)

Beitrag vom 07.10.21


Stellungnahme zum Fachkräftebarometer 2021 

Sehr geehrte LeserInnen,  

vor Kurzem wurde von der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (Wiff) das Fachkräf- tebarometer 2021 veröffentlicht. Zu dieser Studie möchten wir hiermit kurz Stellung beziehen. Die Studie finden Sie unter: https://www.nifbe.de/images/nifbe/Aktuelles_Global/2021/WiFF_FKB_2021_web.pdf. 

Zunächst einmal möchten wir uns bei der Autorengruppe dafür bedanken, dass sie sich erneut dem wichtigen und gesellschaftlich relevantem Thema der frühkindlichen Bildung und Betreuung angenom- men hat. Damit liefern sie uns – neben unseren Erfahrungen aus der Praxis - fundierte Daten für unsere Verbandsarbeit.  

Wir als Verband unterstützen die Forderungen des Wiff. Die Zahlen verdeutlichen uns einmal mehr wie wichtig Qualitätsverbesserungen sind. Es ist wichtig nicht nur den Fachkräftemangel zu bekämpfen, sondern auch die Qualität in den Kitas zu stärken.  

Besonders der Abschnitt der Studie, in dem die Leitungsausstattung und Leitungsfreistellung theamtisiert wird, bestärkte uns in unseren Beobachtungen, dass Bayern hier im Vergleich zu den anderen Bundesländern am schlechtesten aufgestellt ist. Trotz der besseren Lage in den anderen Bundeslän- dern kann auch dort nicht von ausreichender Qualität gesprochen werden, denn in 59% der Einrich- tungen reichen die Leitungsressourcen für Führung und Management nicht aus. In Bayern sind es sogar 82%. Im Schnitt stellen bayerischen Einrichtungen nur 1,5 Leitungsstunden pro Person pro Kopf des pädagogischen und leitenden Personals zur Verfügung. Nur 20% der bayerischen Leitungen ist voll- ständig freigestellt (bundesweit sind es 43%). Es besteht somit dringender Handlungsbedarf. Der vom bayerischen Sozialministerium im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes eingeführte Leitungs- und Verwal- tungsbonus floss bisher nicht in diese Studie ein, da sie sich auf die Zahlen aus 2020 stützt. Wir als Verband denken nicht, dass die freiwillige und aufwendige Beantragung des Leitungs- und Verwal- tungsbonus mit eigenen Überlegungen der Leitungen und Träger zu den Maßnahmen, die durch diesen Zuschuss umgesetzt werden sollen, ausreichen wird, um den Mangel in diesem Bereich zu beheben. Wir fordern deshalb klare Regelungen im BayKiBiG darüber, wie viel Freistellung einer Leitung zusteht. Diese muss mithilfe von Staatsgeldern finanziert werden.  

Doch nicht nur der Bereich der Leitungsausstattung ist unzureichend. Die Studie belegte wiederholt, dass deutschlandweit bis 2025, je nach Szenario, zwischen 20.400 und 72.500 Fachkräfte in den Kitas fehlen werden. Bereits heute gibt es laut der Studie in Deutschland schon 10.900 offene Stellen für ErzieherInnen. Darauf kommen 7.600 arbeitslos gemeldete Personen mit dem entsprechenden Ziel- beruf, wozu noch die offenen Stellen der KinderpfelgerInnen kommen. Aktuell dauerte es bereits 2020 knapp drei Monate (90 Tage für ErzieherInnen, 79 Tage für KinderpflegerInnen), um offene Stellen nachzubesetzen. Bis zur Nachbesetzung einer Stelle muss das vorhandene Personal die Mehrbelas- tung, trotz bereits unzureichender und mangelhafter Rahmenbedingungen in Normalbetrieb abfedern, was eine sehr hohe Stressbelastung darstellt. Geschweige denn davon zu sprechen was die Kin- der in dieser Zeit erleben müssen. Die Zahl der Absolventen der verschiedenen Ausbildungen und Studiengänge stagniert in den meisten pädagogischen Ausbildungsberufen. Hierfür braucht es Lösungs- möglichkeiten. Unsere Vorschläge für dieses Problem sind die Erneuerung der Kinderpflegeausbildung, der Ausbau der Ausbildungskapazitäten, die Erhöhung der Lukrativität für Männer und Studienabsolventen, z.B. durch die Schaffung von Funktionsstellen und bessere Bezahlung, sowie durch bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen. Die verschiedenen Studiengänge sollten zudem Inhalte, die den Kita-Bereich betreffen stärker thematisieren. Dies sind nur einige Lösungsmöglichkeiten von unserer Seite.  

Es liegen mittlerweile genügend Studien vor. Es ist Zeit zu handeln. Politik, Wissenschaft und Fachpra- xis müssen sich gemeinsam Lösungsmöglichkeit überlegen und diese umsetzen. Wir wissen alle um die Problemlagen der frühkindlichen Bildung und Betreuung. Für Gespräche stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Gerne gehen wir mit Ihnen gemeinsam auf Lösungssuche. Melden Sie sich gerne bei uns.   

 

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Das Factsheet zur Studie mit den wichtigsten Infos finden Sie unter: Fachkräftebarometer-21-Daten auf einen Blick.pdf

Die Stellungnahme als PDF finden Sie unter: Stellungnahme-Fachkräftebarometer.pdf

Beitrag vom 02.10.21


CSU, Freie Wähler und AFD stimmen gegen Qualitätsverbesserungen in Kitas  

Sehr geehrte PolitikerInnen und LeserInnen,

am 29.09.21 wurde anlässlich der Anträge von Bündnis 90/ Die Grünen (Drucksachen 18/15507, 18/15508, 18/15509, 18/15510) in der Plenarsitzung des bayerischen Landtags über das Thema der Qualitätsverbesserungen in der frühkindlichen Bildung diskutiert. Wir stützen uns in dieser Stellung- nahme auf das vorläufige Wortprotokoll des Bayerischen Landtags Nr. 18/92 (https://www.bay- ern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP18/Protokolle/18%20Wahlperiode%20Ko- pie/18%20WP%20Plenum%20Kopie/Vorlaeufige%20Plenarproto- kolle/092%20PL%20290921%20ges%20endg%20Kopie.pdf), sowie die dazu gehörigen Anträge (Links dazu im vorläufigen Wortprotokoll).

In den Anträgen der Grünen ging es um folgende Themen:

  • Verbesserung des Mindestanstellungsschlüssels auf 1:10 (aktuell 1:11) und des empfohlenen Anstellungsschlüssels auf 1:8 (vor der Aussetzung lag dieser bei 1:10)

  • Anhebung des Gewichtungsfaktors für Kinder unter einem Jahr auf 3,0 (aktuell 2,0)

  • Verankerung von mittelbarer Arbeitszeit in der AVBayKiBiG und deren Berücksichtigung bei der Berechnung des Stellenschlüssels, sowie von Leitungsfreistellung mithilfe fester Zeitkontingente unter Berücksichtigung der Einrichtungsgröße sowie der Personalstärke

  • Förderung von Funktionsstellen mit Schwerpunktaufgaben

  • Auflegung eines umfassenden Programmes zur Gewinnung und Sicherung zusätzlicher Fachkräfte (Aufwertung des Images; Ausweitung der Ausbildungs- und Lehrkapazitäten, bzw. von Studienplätzen; finanzielle Förderung von Trägern, die Optiprax-Auszubildende aufnehmen; Ausbau multiprofessioneller Teams; Kampagne zur Gewinnung von mehr Männern und Perso- nen mit Migrationshintergrund als Fachkräfte; Beseitigung von Hürden bei der Anerkennung von ausländischen und innerdeutschen Berufsabschlüssen)

  • Finanzierung des Leitungs- und Verwaltungsbonus durch Landesmittel, falls der Gute-Kita-Ver- trag vom Bund nicht über 2022 hinaus verlängert wird

    Zunächst einmal möchten wir als Verband der Partei Bündnis 90/Die Grünen einen großen Dank aus- sprechen. Wir freuen uns über die gelungene Kooperation und darüber, dass Sie die Themen unserer Gespräche in Ihrer politischen Arbeit aufgreifen. Wir fühlen uns von Ihnen gehört, ernst- und wahrge- nommen. Dies gilt auch für die SPD. Sie leisten damit einen großen Beitrag zu den längst überfälligen Qualitätsverbesserungen in den Kitas. Unser Dank gilt ebenso der FDP, die die Anträge unterstützten.

    Uns fehlt jedes Verständnis, wenn wir sehen, dass die CSU, die Freien Wähler und die AFD gegen die vorgeschlagenen Qualitätsverbesserungen stimmen. Ganz zu schweigen davon, dass die Sozialminis- terin Frau Trautner bei einem so wichtigen Thema, welches ein Kernthema ihres Ressorts ist, nicht anwesend war. Man gewinnt den Eindruck, dass dem Sozialministerium, der CSU, den Freien Wählern und der AFD die Anliegen der Beschäftigten und der Kinder von Kitas nicht wichtig sind. Es werden lediglich die Zuständigkeiten auf die Kommunen abgeschoben. Damit ziehen Sie sich aus der Verant- wortung. Von Qualitätsverbesserungen kann unter der Führung der aktuellen Koalition im bayerischen Landtag in den letzten Jahren nicht gesprochen werden.

    Wir stellen uns immer wieder folgende Fragen: Warum legen Sie den Fokus fast ausschließlich auf die Beitragsfreiheit für Eltern? Warum wird so viel Geld in Beitragsfreiheit investiert, wenn sich viele El- tern, den meist ohnehin niedrigen Kita-Beitrag leisten können, statt es in Qualität zu investieren? Wis- sen Sie, wie es den Beschäftigten und den Kindern täglich in den Kitas geht? Vor welchen Herausfor- derungen diese stehen? Wir haben das Gefühl, dass dies bei den eben angesprochenen Parteien kaum der Fall ist. Wir empfehlen Ihnen: Suchen Sie eine Kita auf, machen Sie sich vor Ort ein aussagekräftiges Bild darüber, wie der Alltag in den Kitas aussieht. Damit sind nicht nur einstündige öffentliche Besuche gemeint, sondern ein Tag, wie jeder andere, mit den alltäglichen Problemen, die die Beschäftigten in den Kitas belasten.

    Wir sind als Verband jederzeit für Gespräche und für eine gute und gelungene Zusammenarbeit bereit. Für bessere Kitas, in denen pädagogisches Personal gerne tätig ist, Kinder sich wohl fühlen und beim Start in ihr Bildungsleben bedürfnisgerecht begleitet werden. Für Orte der Chancengleichheit, an de- nen Eltern ihr Kind mit einem guten Gewissen abgeben können.

     

    Mit freundlichen Grüßen
    Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

     

    Die Stellungnahme finden Sie auch unter: Stellungnahme-Plenarsitzung-30.09.21.pdf

Beitrag vom 30.09.21


Veröffentlichtung des Mitschnitts der Podiumsdiskussion vom 02.09.21

Am 02.09. fand die Podiumsdiskussion vieler Verbände für Kita-Fachkräfte mit den Kinderrechte-Champions statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten oder es sich noch einmal anschauen möchten haben wir das Video auf Youtube geladen. Der direkte Link zum Video ist: https://www.youtube.com/watch?v=WWkglKthOwE.  Sie können es sich aber auch gleich hier auf unserer Hompeage unter diesem Text ansehen. Viel Spaß beim Anschauen! 

Besprochen wurden die Themen:

  • Recht auf Bildung / Chancengleichheit
  • Bundesqualitätsgesetz
  • Finanzierung 

Vertreten waren fast alle großen Parteien. Nicht nur einmal jedoch wurde erwähnt, dass die Verbände mehr Werbung machen müssen, denn im Moment würden wir aus Bayern beispielsweise ja nur die Meinung von 119 Erzieherinnen/Kinderpflegerinnen und andere pädagogische Beschäftigte aus ganz Bayern vertreten. Ohne Ihre Stimmen, und wir brauchen tatsächlich NUR die Mitgliedschaft (für nur 15€ pro Jahr), können wir endlich laut genug sein und als geballte Front für uns und die Kinder kämpfen. Für unsere Arbeitsbedingungen und für mehr Wertschätzung und Anerkennung in Politik und Gesellschaft. Sie unterstützen uns schon durch die reine Mitgliedschaft. Sie müssen nicht aktiv mithelfen, wenn Sie nicht möchten. Daher unsere Bitte an Sie: Nehmen Sie sich 5 min Zeit und werden Sie Mitglied. Der Weg zum Mitgliedsantrag ist ganz einfach. Klicken Sie einfach hier: Mitglied werden.

Beitrag vom 28.09.21


Aktion "5 Fragen an PolitikerInnen" 

Kurz vor der Wahl wollen wir nun unsere zweite Aktion zu diesem Thema veröffentlichen. In diesem Beitrag können Sie 5 Fragen und Antworten zum Kita-Bereich lesen, die uns PolitikerInnen beantwortet haben, die in Bayern Direktkandidaten für die Bundestagswahl sind.

 Auch dieses Mal werden wir wieder nach dem ABC vorgehen. Wir wollen an dieser Stelle noch einmal erwähnen, dass wir als Verband neutral gegenüber allen Parteien sind. Jede Person muss für sich selbst entscheiden welche Partei sie mit ihrer Stimme unterstützt. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Aktion helfen können eine Entscheidung zu treffen welche Partei Sie wählen möchten.

Die Datei mit allen Antworten finden Sie hier: Aktion-5-Fragen-an-PolitikerInnen.pdf

 

Antworten von Dieter Janecek (Bündnis 90/ Die Grünen:

Antworten von Bernhard Loos (CSU):

Antworten von Loraine Bender-Schwering und Andreas Staufenbiel (Freie Wähler):

Antworten von Martina Bonertz (ÖDP):

Antworten von Sebastian Roloff (SPD):

Antworten von Julia Amtmann und Sophie Griesbacher (Volt):

Beitrag vom 22.09.21


Stellungnahme zur Broschüre "Stress lass nach" des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales 

Sehr geehrte LeserInnen,

letzte Woche wurde vom Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales eine neue Handreichung für Kita-Fachkräfte veröffentlicht.

Wieder einmal werden die bestehenden Probleme benannt und wieder einmal werden keine umsetz- baren Lösungen aufgezeigt. Auf professionelle Art sollen wir Fachkräfte nun Belastungen verhindern oder damit umgehen. Wir als Verband nehmen zu diesem Schreiben wie folgt Stellung.

Vorab sei gesagt, dass wir uns dafür bedanken, dass man sich erneut viele Gedanken zur aktuellen Lage in den Kitas gemacht hat. Wir freuen uns, dass seitens des Staatsministeriums erneut erkannt wurde, dass die Bedingungen in den vergangenen Jahren für das Kita-Personal stressig, herausfordernd und belastend waren. Von Seiten des Staatsministeriums wird anerkannt, dass die personellen Bedingun- gen, der Faktor Zeit und Bezahlung nach wie vor ein großes Problem sind. Wir freuen uns, dass man dem pädagogischen Personal zugesteht „Stress lass nach!“

Die in der Handreichung erwähnten Möglichkeiten, ob für die eigene Person, oder für das gesamte Team sind nicht schlecht, teilweise sicher hilfreich und vielen Fachkräften gut bekannt, die Frage, wel- che wir uns stellen ist: Wie hilfreich ist eine solche Handreichung, wenn diese mit all den oben ge- nannten Problemen und Hindernissen gar nicht umsetzbar ist?

Wer kann schon behaupten, dass es ihm möglich ist, 15 Minuten die Gruppe zu verlassen, um durch- zuatmen? Wer kann dies tun, ohne gleichzeitig den Druck zu verspüren, dass in diesen 15 Minuten die Kollegin, der Kollege vielleicht mit 25 Kindern allein ist? Selbst wenn beide auf die 15 Minuten verzich- ten, bleibt keine Zeit für individuelles Eingehen auf das einzelne Kind.

„Ruhe bewahren und ein positives Klima schaffen...“ – heißt es in der Handreichung. Seit Jahren be- wahren wir die Ruhe und schaffen ein positives Klima. Schließlich können die Kinder nichts für den geringen Einsatz der Politik bezogen auf unsere Rahmen- und Arbeitsbedingungen.

„Die pädagogische Kunst besteht darin...“ Fast schon anmaßend ist es für uns zu hören, dass man uns daran erinnert, dass wir Partizipation leben sollen und das Kind auch in dem kleinsten Moment aktiv einbezogen werden kann. Auch das ist dem pädagogischen Personal sehr bewusst, leider jedoch nicht umsetzbar.

Wenn wir negative Interaktionen beobachten und melden sollen, wenn wir uns stark machen sollen für Eltern und wenn wir uns selbst professionell aus Stresssituationen befreien sollen, fragen wir uns, wann – liebe PolitikerInnen- macht ihr euch stark für uns?

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

Den Beitrag finden Sie unter: Stellungnahme-Broschüre-Stress_lass_nach.pdf

Beitrag vom 20.09.21


Heute ist Weltkindertag! 

Sehr geehrte LeserInnen, 

heute ist Weltkindertag! Deshalb möchten wir heute kritisch hinterfragen, ob wir die Rechte der Kinder unter den aktuellen Rahmenbedingungen in den bayerischen Kindertagesstätten wirklich immer wahren können.  

Sind in unseren Kitas wirklich ALLE Kinder gleich? Haben ALLE die gleichen Möglichkeiten und Bedingungen um sich gut entwickeln zu können? Ist das Recht auf GLEICHHEIT umsetzbar? Obwohl jede Kommune selbst entscheiden kann, wie viel Geld sie letztendlich in die frühkindliche Bildung investiert. Wie viel Geld bspw.in den Personalschlüssel oder die räumlichen Gegebenheiten neben den, unserer Meinung nach, unzureichenden gesetzlichen Vorgaben fließt. Können wir JEDES Kind gleich und gerecht zugunsten dessen individueller Bedürfnisse behandeln wenn wir z.B. zu zweit in einer Gruppe mit 25 Kindern arbeiten? 

Können wir jedem Kind das Recht auf eine adäquate BILDUNG in der Kita ermöglichen? Schließlich sind wir doch eine Bildungseinrichtung. Können wir das, wenn wir bspw. mit 12 Kindern im Alter von 6 Wochen bis 3 Jahren arbeiten und IM BESTEN FALL zu dritt sind? In der Realität sogar oft nur zu zweit? Wo findet da neben dem Wickeln, Füttern, Trösten, usw. tatsächlich Bildung statt? Wo ist die Bildung, wenn der Kollege oder die Kollegin mal wieder eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern allein versorgt, weil das restliche Personal krank ist oder schlichtweg nicht vorhanden ist? 

Was ist mit dem Recht auf eine GEWALTFREIE ERZIEHUNG. Wann fängt Gewalt an? Vielleicht wenn der Kollege oder die Kollegin aufgrund von Überbelastung anfängt seine Stimme zu erheben? Wenn man schreit, um sich in einer übervollen Gruppe Gehör zu verschaffen? Ist das nicht auch eine Form der verbalen Gewalt? Wollen wir das für uns und für die Kinder? 

Das Recht auf BESONDERE FÜRSORGE UND FÖRDERUNG BEI BEHINDERUNG. Können wir uns WIRKLICH besonders und führsorglich um jene Kinder kümmern, die unsere Hilfe so dringend benötigen? Oder laufen diese Kinder nicht oft einfach in den großen Gruppen mit und man schafft nur das Nötigste? Ist es nicht in vielen Kitas Realität, dass auch Gruppen bis zum letzten Platz aufgefüllt werden, obwohl diese besonderen Kinder eigentlich meist viel Ruhe und individuelle Betreuung benötigen und dass der Lärmpegel und die Hektik in einer großen Kindergruppe alles andere als förderlich ist?

JEDES KIND HAT EIN RECHT DARAUF, DASS WIR SEINE RECHTE WAHRNEHMEN UND UMSETZEN. ABER DAFÜR BENÖTIGEN WIR DRINGEND BESSERE BEDINGUNGEN IN DEN KINDERTAGESSTÄTTEN. Helfen Sie mit diese zu verändern!  

 

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

Der Brief ist auch zu finden unter: Stellungnahme-Weltkindertag.pdf

Bildquelle: www.unicef.de

Beitrag vom 20.09.21


Einladung zu unserem kostenlosen und öffentlichen Online-Fachvortrag zum Thema "Notfallplan bei personellen Engpässen in der Kita" - mit anschließender Gesprächsrunde 

Wir laden alle Interessierten zu unserem Online-Fachvortrag am 05.10. von 19:30-20:30 Uhr zum Thema "Notfallplan bei personellen Engpässen in der Kita" mit anschließender Gesprächsrunde ein.

Wir freuen uns sehr Andreas Ebenhöh von der Heldentaten Akademie (Kitahelden), als Gastreferenten begrüßen zu dürfen.

Fast jeder oder jede Kita- Mitarbeiter*in kennt es. Alleine Arbeiten in der Gruppe, ausgefallene Vorbereitungszeiten, abgesagte Fortbildungen, Bedrohung des Kindeswohls, Verletzung der Aufsichtspflicht, keine Zeit für Elternarbeit,... All das und noch mehr ist auf die derzeitige schlechte Personalsituation in den Kindertagesstätten zurück zu führen.

Aber was tun? Welche Möglichkeiten haben wir und wie könnten diese aussehen?

Diese und weitere Fragen wird uns Andreas Ebenhöh in seinem Vortrag beantworten.

Anhand der Erkenntnisse dieses Vortrags- und Gesprächsabends werden wir als Verband in Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und anderen Interessierten einen „Muster- Notfallplan“ erstellen, der jeder Kindertageseinrichtung als Leitfaden und Hilfestellung dienen soll.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Der Link lautet: https://us02web.zoom.us/j/89295446555?pwd=L0NvUFdySnRjUVRDNTdHdENkY1AxUT09

Meeting-Id: 892 9544 6555

Kenncode: 785937

Eine Anmeldung im Vorhinein ist nicht erforderlich. 

Wir freuen uns über viele Teilnehmer zu diesem brisanten Thema und auf einen gelungenen Austausch. Die Veranstaltung darf sehr gerne geteilt werden. Dafür darf gerne folgender Link genutzt werden: Einladung Vortrag -Notfallplan in der Kita-.pdf

Ihr Verband Kita- Fachkräfte Bayern

Beitrag vom 19.09.21


Podcast-Folge über unseren Verband

Heute erschien der erste Podcast in dem es um unseren Verband geht!

Die Podcasterinnen von Gross geworden Kind geblieben hat eine Folge mit dem Titel „Verband Kita-Fachkräfte Bayern – Wer- Wie – Was „Die Stimme aus der Praxis“ veröffentlicht.

Im Podcast geht es über den Verband und es wird geklärt warum SIE Mitglied werden sollten. Wenn Sie sich also die Frage stellen warum Sie Mitglied bei uns im Verband werden sollen hören Sie sich gerne die Podcastfolge an.

Den Podcast findest du unter:Spotify: https://open.spotify.com/show/26Ftfew8PX6OwtOSTp8JzrApple Podcast: https://podcasts.apple.com/us/podcast/groß-geworden-kind-geblieben-erzieherinnen-packen-aus/id1522071060Podcast.de: https://www.podcast.de/podcast/830551/gross-geworden-kind-geblieben-erzieherinnen-packen-ausUnd überall sonst wo es Podcasts gibt!  

Infos zur Mitgliedschaft finden Sie hier auf unserer Seite unter: Mitglied werden.

Beitrag vom: 15.09.21


Stellungnahme zu den Entscheidungen der Kabinettsitzung des bayerischen Landtags vom 14.09.21 

Sehr geehrte Mitglieder der Staatsregierung, 

wir möchten Ihnen eine Rückmeldung zu den Entscheidungen der letzten Kabinettssitzung zukommen lassen. Wir stützen uns in dieser Stellungnahme auf den „Bericht aus der Kabinettsitzung vom 13. September 2021“ (https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-14-september-2021/), sowie auf die Aussagen aus der Pressekonferenz vom 14.09.21 (https://www.youtube.com/watch?v=ihzH4Z0sr1M&t=257s). 

In der Kabinettsitzung wurde zum einen die Möglichkeit zu PCR-Pool-Testungen für Kita-Kinder, zum anderen eine Testpflicht für ungeimpfte Kita-Beschäftigte beschlossen.  

Wir möchten zunächst auf die Möglichkeit der PCR-Tests für Kita-Kinder eingehen. Wir finden ein solches Angebot war lange überfällig. Deshalb freuen wir uns über die Möglichkeit, dass Kinder nun mittels PCR-Lollitests getestet werden können. Leider wurde die Verantwortung über den Einsatz der Methode jedoch von der Staatsregierung auf die Landratsämter und Kita-Träger übertragen. Diese sollen nun entscheiden welches Testinstrument in der Kita eingesetzt wird und müssen sich selbst um die Organisation des Testverfahrens kümmern. Wir erwarten große Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Die Landratsämter und Träger sind unserer Erfahrung nach ausgelastet. Wir glauben nicht, dass es dort kaum freie Kapazitäten gibt, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Deshalb werden die PCR-Pool-Tests voraussichtlich nur in wenigen Kitas eingesetzt werden können. Von Chancengleichheit kann hier unserer Meinung nach nicht gesprochen werden. 

Zudem wurde eine Testpflicht für ungeimpfte Kita-Beschäftigte beschlossen. Wir empfinden das als stigmatisierend, da sie nur für Ungeimpfte gilt. Die freiwilligen Testangebote wurden unserer Erfahrung nach bisher auch von geimpften Personen sehr gut angenommen. Die Studienlage zeigt zudem, dass auch geimpfte Personen das Virus weitergeben können, wenn je nach Studie auch nicht in einem solchen Maße wie Ungeimpfte. Wir stellen uns außerdem die Frage wer die Testpflicht kontrollieren soll. Kita-Leitungen sind bereits überlastet und werden vermutlich diese Aufgabe zusätzlich übernehmen müssen.

Zudem fordern wir, dass die Kitas diesmal schneller die Informationen zur Umsetzung der Maßnahmen erhalten. Bereits in der letzten Woche wurde der Rahmenhygieneplan angekündigt, er ist jedoch bisher noch nicht in Kitas angekommen. Die neuen Maßnahmen müssen nun erneut ohne langen Vorlauf und Informationen durchgeführt werden.

In der Pressekonferenz wurde davon gesprochen, dass mit allen Akteuren gesprochen wurde, die dieses Thema betrifft. Leider wurde unsere Expertise nicht hinzugezogen. Wir hoffen, dass auch wir in Zukunft zu solchen wichtigen Themen, die unsere Berufswelt beeinflussen befragt werden. 

Wir bedanken uns im Namen des Verbandes beim Staatsministerium für den Dank an das pädagogische Personal für seine außergewöhnliche Arbeit. Ein Dank alleine reicht jedoch nicht aus. Wir appellieren an Sie als Regierung dem pädagogischen Personal bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen zu bieten. Diese Verbesserungen sind lange überfällig.   

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Die Stellungnahme zum Nachlesen gibt es zudem unter: Stellungnahme-Pool_Tests-Testpflicht_Ungeimpfte.pdf

Beitrag vom 14.09.21


Bericht über den Austausch mit Fr. Bock-Famulla von der Bertelsmann Stiftung 

Am 27.08. trafen sich die Verbände für Kita-Fachkräfte, bzw. die Gründungsiniititativen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachse/Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen/Sachsen-Anhalt mit Fr. Bock-Famulla (Senior Expert Frühkindliche Bildung, Educational Governance und Bildungsfinanzierung) von der Bertelsmann Stiftung. Anlass für das Gespräch waren die Veröffentlichungen des „Länderreports Frühkindliche Bildung“ und des „Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule 2021“.  

Zunächst begrüßte Pascal Kaiser (Landesverband Berlin) alle Anwesenden, dankte Fr. Bock-Famulla und den Verbänden für ihr Erscheinen und stellte das Ziel des Austausches, sowie den Ablauf vor.  

Nach einer Vorstellungsrunde begann Fr. Bock-Famulla mit einem Vortrag. Sie stellte uns, nach einem Dank für die Einladung, grundlegende Informationen über die Publikationen, sowie Ergebnisse des Länderreports und des Fachkräfteradars vor. Dabei ging sie vor allem auf die Unterschiede zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern ein. Neben der Datengrundlage und der Vorgehensweise sprach sie unter anderem folgende Themen an: kindgerechte Personalschlüssel, Fachkraft-Kind-Relation, Bildungsbeteiligung, Betreuungswünsche von Eltern, Leitungsfreistellung, demografische Entwicklungen, zukünftige Personalbedarfe.  

Danach gab es Zeit, um Fragen zu klären. Dabei sprachen wir beispielsweise über die genaue Berechnung des Personalschlüssels, den Unterschied zwischen Personalschlüssel und Fachkraft-Kind-Relation, über die Kinder- und Jugendhilfestatistik und über die Personalsituation in den östlichen Bundesländern. Auch über die Vergleichbarkeit der Statistik zwischen den Bundesländern und Fachkräftewanderung wurde diskutiert. Zudem wurde gemeinsam überlegt, wie Statistiken Veränderungen auslösen und vorantreiben können.  

Frau Bock-Famulla gab uns den Tipp uns die Länderprofile in den Publikationen genauer anzusehen. Dort ist es unter anderem auch möglich Regionen innerhalb der Bundesländer zu vergleichen. Frau Bock-Famulla machte mehrmals deutlich, dass sie offen für Gespräche und Zusammenarbeit mit den Verbänden ist. Sie wies uns zudem auf die Veröffentlichung der Fachkräftebefragung mit dem Namen „FachkräfteZOOM“ hin, die darstellt, dass Bildungsarbeit in Kitas oft nicht möglich ist. 

Darauffolgend dankten die Verbände Fr. Bock-Famulla für ihre Zeit und Arbeit, bevor sich alle verabschiedeten.  

 

Unsere Meinung zum Gespräch:

Es war ein sehr informatives und motivierendes Gespräch mit Fr. Bock-Famulla. Wir werden die erhaltenen Informationen für unsere weitere Verbandsarbeit nutzen. Auf die Gesprächseinladung kommen wir sehr gerne zurück. Wir hoffen in der Zukunft gut mit Stiftungen und wissenschaftlichen Instituten zusammenarbeiten zu können. Während des Austausches wurde uns erneut deutlich, wie wichtig es ist uns zu vernetzen, die Politik nicht aus der Verantwortung zu entlassen und weiter Aufklärungsarbeit zu leisten. Wir werden uns weiter für unseren Beruf und Veränderungen einzusetzen. Wir sind auf dem richtigen Weg.

 

Den Bericht finden Sie auch unter: Bericht-Meeting-Fr._Bock-Famulla-27.08.21.pdf

Beitrag vom 14.09.21


Pressestimmen zum veröffentlichten Positionspapier 

Zu unserem gestern veröffentlichten Positionspapier mit den 12 Forderungen für die nächste Legislaturperiode wurden heute mehrere Berichte in der Presse veröffentlicht.  Sie können diese unter folgenden Links finden: 

Bericht und Tonaufnahme auf BR24

Artikel auf nifbe.de

Artikel auf ntv

Artikel im Nordkurier

 Link zum Artikel auf news4teachers

Den Mitschnitt des Radioberichtes auf Bayern 2 finden Sie unter dem Text.  

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Medien immer mehr auf uns aufmerksam werden und uns anfragen. Dadurch werden wir bekannter und machen Menschen auf die Probleme in der frühkindlichen Bildung und Betreuung aufmerksam. Viel Spaß beim Hören und Lesen!

Mitschnitt-Radiobericht-Positionspapier-Bayern_2


Positionspapier zur Bundestagswahl 

Kita-Fachkräfteverbände warnen: Zu wenig Personal in den Kitas! Politik muss in der neuen Legislaturperiode endlich handeln! 

In vielen Kitas und Horten fehlen pädagogische Fachkräfte. Die Landesverbände der pädagogischen Fachkräfte warnen, dass für ein kindgerechtes Bildungsangebot in Kitas rd. 100.000 Fachkräfte fehlen. Diese Entwicklung wird sich bis 2030 unter Berücksichtigung der aktuellen Berechnungen der Bertelsmann Stiftung ohne politische Maßnahmen in ganz Deutschland nicht entspannen. Der Anteil der nicht kindgerechten Betreuung liegt derzeit bundesweit bei rd. 73%. In dieser abstrakten Zahl kommt aber neben einer problematischen Betreuungssituation auch die starke Belastung des pädagogischen Personals zum Ausdruck. Oft müssen Erzieherinnen Tage- z. T. wochenlang allein Kindergruppen von 15 und mehr Kinder betreuen, was physisch und psychisch stark belastend sowie haftungsrechtlich problematisch ist. Im Ergebnis führt das u. a. zu einem hohen Krankenstand, einer hohen Fluktuation, der Reduzierung der Arbeitszeit oder eben auch in letzter Konsequenz zur Kündigung; ein weiterer Grund für die schwierige Situation sind auch die bescheidenen Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Die Situation wird zudem noch dadurch verschärft, dass zwar der Kitaausbau politisch forciert wird, die Ausbildung und Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte aber hinterherhinkt. Mit dem aktuell beschlossenen Gesetz zur Förderung der Ganztagsbetreuung von Kindern im Grundschulalter werden zwar 7,5 Mrd. Euro für Investitionen bereitgestellt, die Förderung einer begleitenden Fachkräfteoffensive ist aber nicht vorgesehen. Ebenso hat das sog. „Gute Kita Gesetz“ kaum eine Wirkung entfaltet, da die 5,5 Mrd. Euro überwiegend einer Beitragsentlastung der Eltern dienten, aber die Qualität des frühkindlichen Bildungsangebotes nur punktuell gefördert wurde. Für die kommende Legislaturperiode sollte deshalb weniger auf öffentlichkeitswirksame Beitragsentlastungen geschaut werden, sondern die Qualität der frühkindlichen Bildung und eine wirksame Fachkräfteoffensive müssen im Mittelpunkt stehen. Ansonsten wird auch der Anspruch auf eine gute Ganztagesbetreuung von Kindern im Grundschulalter kaum gewährleistet werden können.

„Es kommt nun darauf an, dass endlich die richtigen Schlussfolgerungen durch die Politik gezogen werden, denn ansonsten laufen wir in eine katastrophale Betreuungssituation hinein“, so Claudia Theobald, Vorstandsvorsitzende Rheinland-Pfalz, für alle Kita-Fachkräfteverbände.

Die „jungen“ Kita-Fachkräfteverbände in den Bundesländern haben zum ersten Mal gemeinsam ein Positionspapier verfasst. Hierin werden die wichtigsten Ziele der nächsten Jahre zur Stärkung der frühkindlichen Bildung formuliert. Bis Ende 2025 sollte insbesondere der Personalmangel endlich behoben werden. Voraussetzung dafür muss es sein, dass Bund und Länder dies auch als gemeinsame Aufgabe begreifen und zügig an die Umsetzung gehen.  

Das Positionspapier findest du unter: Positionspapier_Bundetagswahl.pdf

Beitrag vom 09.09.21


Artikel in der Süddeutschen Zeitung mit Interview von uns: "Her mit dem Lolli"

Sie fragen sich wie wir als Verband für Kita-Fachkräfte Bayern zu den aktuellen Änderungen der Corona-Vorschriften und Maßnahmen stehen?

Dann lesen Sie sich gerne den Zeitungsartikel der Süddeutschen Zeitung durch, der unsere zweite Vorsitzende Lisa Pfeiffer ein Interview geben durfte.

Den Artikel finden Sie unter: https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-kitas-coronavirus-lollitest-1.5404200.

Beitrag vom 09.09.21


Was steht zum Kita-Bereich in den Bundestags-Wahlprogrammen?

Pünktlich vor der Bundestagswahl am 26.09.2021 wollen wir einen Überblick darüber geben welche Regelungen zum Kita-Bereich und den pädagogischen Berufen die einzelnen Parteien in ihren Wahlprogrammen anmerken. Wir haben die einzelnen Wahlprogramme recherchiert, gelesen und die Inhalte, die die Parteien angeben in den unten stehenden Dokumenten aufgeführt.

Wir haben uns dafür entschieden sowohl die größten und bekanntesten Parteien als auch die bekanntesten Kleinparteien aufzuführen.

An dieser Stelle ist es uns wichtig zu nennen, dass wir als Verband die einzelnen Parteien damit nicht bewerten wollen, sondern neutral die Inhalte aus den Wahlprogrammen wiedergeben. Wir als Verband sind neutral gegenüber allen Parteien. Jede Person muss für sich selbst entscheiden welche Partei sie mit ihrer Stimme unterstützt. Um die Neutralität zu wahren werden die Parteien nach dem Alphabet sortiert. Zu Beginn werden die größeren Parteien und am Ende die kleineren Parteien genannt. 

Wir nehmen in den unten stehenden Grafiken keine Wertung vor, sondern zeigen lediglich auf wie viel zu den einzelnen Themen im Wahlprogramm steht.

  • Rot = es finden sich keine Inhalte zu diesem Thema im Wahlproramm
  • Gelb = Thema wird erwähnt, keine ausführliche Beschreibung
  • Grün = Thema wird ausführlich beschrieben

Wir hoffen durch diese Aktion Aufklärungsarbeit zu leisten und eine Unterstützung zur Entscheidungsfindung leisten zu können. Damit verbunden ist unser Aufruf die Möglichkeit zu nutzen zur Wahl zu gehen.


Reaktion auf den neuen "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung 

Es war wieder so weit. Eine neue wissenschaftliche Studie wurde veröffentlicht. Diesmal der „Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme 2021“ von der Bertelsmann Stiftung.  Die Studie bietet uns als Verband Grundlage für unsere Arbeit. Sie bietet uns – neben unseren Erfahrungen aus der Praxis - Argumente für Qualitätsverbesserungen in den Kitas. So belegt die Studie unter anderem, dass für 65% der Kita-Kinder nicht genügend Personal zur Verfügung steht. Zudem fehlen laut den Berechnungen bis 2030 bis zu 46000 Fachkräfte, wenn die Qualität verbessert und mehr Kita-Plätze ausgebaut werden sollen (ohne Qualitätsverbesserungen 37000). Diese und viele weitere sehr interessante Ergebnisse finden Sie in unserem Factsheet zur Studie unter folgendem Link:  Länderreport-21-Daten auf einen Blick.pdf.

In unserem offenen Brief an die Bertelsmann Stiftung, den Sie unter folgendem Link lesen können finden Sie unsere Rückmeldung, Unterstützung und Verbesserungsvorschläge zur Studie: Stellungnahme-Ländermonitor-08_21.pdf

Doch Studien wie diese reichen nicht aus. Es braucht Veränderung! Wir hoffen, dass die Politik die Ergebnisse diesmal ernst nimmt und Lösungen sucht, um den dort aufgezeigten Missständen zu begegnen. Es kann kein Argument sein, dass andere Länder noch schlechter abgeschnitten haben. Es ist an der Zeit Bedingungen zu schaffen, die Bildung und Betreuung für Kita-Kinder möglich machen!  

Wir bieten uns als Gesprächspartner an um gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen.  

 

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

Beitrag vom 26.08.21


BR 24 Online-Artikel mit Interview von uns 

BR24 hat uns nach der Meinung des pädagogischen Personals in Bayern zum Thema „Personalmangel“ befragt. Anlass dafür war die heute erschiene neue Studie der Bertelsmannstiftung. Zur Studie werden wir in den nächsten Tagen noch etwas posten, wenn wir sie in Ruhe gelesen und recherchiert haben. Es ist ein interessanter Artikel aus dem Interview entstanden. Sie können ihn unter BR 24-Online-Artikel vom 24.08.21 nachlesen.

Beitrag vom 24.08.21


Einladung zur Podiumsdiskussion zum Thema "Kinderrechte" 

Kita-Fachkräfteverbände verschiedener Bundesländer laden dich für den 02.09. um 20:00 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit den „Kinderrechtschampions“ ein. 

Die Kinderrechtschampions sind 270 BundestagskandidatInnen verschiedener Parteien. Sie engagieren sich im Bundestag für folgende Ziele:

  • Beteiligung von Kindern fördern
  • Investitionen in Bildung stärken
  • Kinderarmut und Ungleichheit bekämpfen 

Wir wollen ins Gespräch kommen, wie diese Ziele in Zukunft in Kitas umgesetzt werden können und welche Ideen die verschiedenen Partien dazu haben.

An der Veranstaltung kann jeder teilnehmen, der sich für das Thema interessiert.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Der Link lautet: Link zu Zoom, Meeting-ID: 979 1356 7005, Kenncode: 321628 

An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis: Die Plätze sind begrenzt, es macht also Sinn sich pünktlich einzuwählen!  

Wir freuen uns auf Sie!

Beitrag vom 20.08.21


Urlaub - Ferien - Auszeit nehmen 

Einen Rechtsanspruch auf Urlaub haben Kinder im Gegensatz zu uns, die wir Angestellte sind, zwar nicht, liest man sich die Recht der Kinder aber genau durch, so fällt einem auf, dass sie ein Recht darauf haben, dass man sie schützt. Nicht nur vor körperlichem Leid, sondern auch vor psychischer Schädigung. Gerald Hüther, ein renommierter Neurobiologe, geht sogar noch einen Schritt weiter und spricht von einem „Versagen des Bildungssystems“, wenn Kinder in den Ferien lernen müssen. 

Einem/r Angestellten stehen gesetzlich 24 Tage Urlaub im Jahr zu (Vollzeit). Für Kinder gibt es hierzu keine gesetzlichen Regelungen. Der Kita-Alltag ist für Kinder ein anstrengender Tag mit arbeitsähnlichen Anforderungen. Täglich setzen sie sich, wie wir auch, mit verschiedenen Sozialkontakten auseinander. Jeden Tag aufs Neue wird ihr Gehirn mit neuem Wissen gefüttert. Das braucht Zeit, um verarbeitet zu werden. Ein Streit mit Freunden, die eigene Geburtstagsfeier, sich an Regeln und Abmachungen halten, im Morgenkreis aufmerksam zuhören, beim Memory verlieren und dann noch der Abschied der Vorschulkinder. Dies und noch Vieles mehr gehört zu den Aufgaben eines Kita-Kindes. 

Wir als Verband wollen darauf aufmerksam machen, dass sowohl für uns als pädagogisches Personal, wie auch für die Kinder der Urlaub existentiell ist. Eine Phase der Entspannung, des „Nichts-Tuns“, um psychisch, wie auch körperlich wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Urlaub – Ferien – Auszeit nehmen, all das sollte verbunden sein mit Zeit haben für sein Kind und dessen Bedürfnisse und das kann auch mal sein, stundenlang mit ein und derselben Figur zu spielen oder scheinbar regungslos die Wolken am Himmel zu beobachten.Kinder brauchen in den Ferien kein Animationsprogramm, sie brauchen der Meinung des Verbandes nach wertvolle Zeit mit ihren Bildungs- und Bezugspersonen und die Möglichkeit die Energietanks neu zu füllen, um danach wieder erholt in den Kita-Alltag starten zu können.

Beitrag vom 16.08.21


Sommerpause 

Die letzten Wochen waren für alle anstrengend und wir wollen die Sommerzeit nutzen, um unsere Akkus wieder aufzuladen. Deshalb legen wir vom 09.-30.08. eine Sommerpause ein. Ab dem 31.08. stehen wir dann wieder mit neuer Energie und Tatendrang für Sie bereit. Wir werden die Pause nutzen, um uns zu erholen, zu reflektieren und Ideen neue Projekte zu sammeln.

Wir wünschen auch Ihnen allen eine schöne Sommerzeit, viele haben bestimmt auch ein paar Tage frei. Genießen Sie die Zeit für sich, ihre Freunde und Familie, reflektieren Sie das Jahr, machen Sie Pläne für die nächste Zeit und sammeln Sie neue Kraft!

Beitrag vom 08.08.21


Wo bleibt die Werbung für pädagogische Berufe? 

Das Kultusministerium wirbt derzeit überall für ein Lehramtsstudium. Wir fragen uns warum das Bayerisches Sozialministeriumnicht auch die pädagogischen Berufe offensiver bewirbt. Es müssen neue, zusätzliche Wege gefunden werden, z.B. den Weg, den das Kultusministerium eingeschlagen hat mit der Werbung im Internet, auf Social-Media, auf Bussen, an Bushaltestellen und Plakatwänden. Zudem gibt es dort eine eigene Website, die darüber aufklärt, wie Interessierte LehrerIn werden können. So etwas wäre auch für pädagogische Berufe sinnvoll, vor allem aufgrund der verschiedenen Aus- und Weiterbildungen.

Darüber hinaus müssen sich natürlich die Arbeits- und Rahmenbedingungen im Kita-Bereich ändern, damit die Berufe in der frühkindlichen Bildung attraktiver werden, abgesehen von Veränderungen in den Ausbildungen (weitere Infos dazu unter Ziele).

Beitrag vom 08.08.21


Stellungnahme zum 431. Newsletter des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales 

Stellungnahme-Tests_bei_Kita-Kindern.pdfSehr geehrte LeserInnen, 

heute verschickte das Staatsministerium den neuen Newsletter (Nr. 431) zu neuen Corona-Maßnahmen, die ab sofort, bzw. ab September gelten sollen. 

Wir als Verband Kita-Fachkräfte Bayern begrüßen die Neuerungen und die frühzeitigen Informationen für den September. Dadurch haben die Einrichtungen nun genügend Zeit die Umsetzung zu organisieren. Auch die Verlängerung der bisherigen Testmaßnahmen für Personal und Kinder erachten wir als positiv. Wie in unserer Stellungnahme vom 06.06.21 erwähnt würden wir uns für die Selbsttests für Kinder jedoch eine andere Umsetzung wünschen (zu finden unter https://verband-kitafachkraefte-bayern.de/clubdesk/fileservlet?id=1000143) . Zudem hoffen wir, dass die Berechtigungsscheine früh genug in den Kitas ankommen und von der Umsetzung her, im Vergleich zum bisherigen Formular, vereinfacht werden.

Zudem befürwortet der Verband die Aussetzung der Eintragung der Auslastung in das KiBiG.web. Diese Maßnahme entlastet die Kita-Leitungen, die ohnehin in der Corona-Pandemie viele zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen.  

Wir bedanken uns im Namen des Verbandes beim Staatsministerium für den Dank an das pädagogische Personal.  

 

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

Stellungnahme als PDF: Stellungnahme-Newsletter-431-Stmas.pdf

Beitrag vom 28.07.21


Briefaktion zur Bundestagswahl 

Im September steht die Bundestagswahl an. Die KandidateInnen sind derzeit auf Tour, um WählerInnen zu finden.

Das ist nun die ideale Zeit, um auch für uns in den Austausch mit den KandidatInnen zu treten um sie anzuregen sich für Kitas einzusetzen. Aus diesem Grund haben wir folgenden Brief verfasst, den Sie an die BundestagswahlkandidatInnen Ihres oder umliegender Wahlkreise schicken können. Dadurch versuchen wir die KandidatInnen anzuregen sich für die Verbesserungen der Rahmenbedingungen in Kitas einzusetzen!

Den Brief finden Sie unter: Anschreiben-Bundestagswahl-Kandidaten.pdf

Nur zusammen können wir Veränderungen erreichen und Menschen auf die Situation in Kitas aufmerksam machen. Machen Sie mit!

 


Bericht über das Online-Meeting mit Fr. Endres (Bayern SPD) 

Am 23.06.2021 konnten Veronika Lindner (1. Vorsitzende), Anna Meixner (Schriftführerin) und Kerstin Vollrath (Beisitzerin) ein Gespräch mit Frau Endres, der Vorsitzenden der Bayern SPD, führen, die in Absprache mit Ihrem Kollegen Florian Brunn, mit dem Sie sich den Vorsitz der Partei teilt beschlossen hat sich für den Bereich Bildung einzusetzen.

Nach einer Vorstellungsrunde berichtete uns Fr. Endres, dass Sie erst seit April im Amt ist und sich vorgenommen hat mit vielen Akteuren aus dem Bildungsbereich zu sprechen. Zudem betonte sie, dass sie der Meinung sei, dass alle Argumente für ein besseres Bildungssystem auf dem Tisch liegen, jedoch das politische Handeln fehle.

Danach wollte sie von uns wissen, wie es uns als Fachkräften während der Pandemie erging. Wie war die Auslastung in den Kitas? Gab es ausreichende Schutzmaßnahmen für das Personal? Wie lief es mit der Impfpriorisierung und wie empfanden wir die Weitergabe von Informationen z.B. Newsletter des Staatsministeriums?

Ausführlich berichteten wir über die Zustände in den meisten Kitas. Viele Kitas waren zwar während des ersten Lockdowns noch mit weniger Kindern besetzt, dies veränderte sich aber massiv im zweiten Lockdown. Die Angaben, welche Kinder die Notbetreuung nutzen durften, wurden von Newsletter zu Newsletter schwammiger und gaben schon bald fast allen die Möglichkeit ihre Kinder zu bringen. Dies allein wäre nicht das Problem gewesen, arbeiteten doch in den meisten Kitas auch die Kolleginnen und Kollegen, die laut Gesundheitsamt als „Risikopatienten“ galten, wäre da nicht die oft schlechte Versor- gung mit Schutzmasken, Kurzarbeit und der Druck Überstunden und Resturlaub abbauen zu müssen gewesen. Hygienepläne waren zum Teil nicht umsetzbar (Abstand in der Kita), oder veränderten sich ständig, waren völlig praxisfern und führten dazu, dass man mit den geforderten Maßnahmen nicht immer Schritt halten konnte. Viele Leitungen entschieden wohl oder übel selbst, wie es in der Kita laufen soll, weil Newsletter häufig erst Freitagnachmittag in den Einrichtungen ankamen. „Wir brauchen das Wochenende auch zur Erholung.“ so Veronika Lindner. „Das steht uns zu.“ Dennoch arbeite- ten zahlreiche Leitungen am Wochenende, um die Informationen möglichst zeitnah an KollegInnen und Eltern weitergeben zu können. „Die geforderten -kurzen Gespräche- mit den Eltern führten dazu, dass die Eltern-Fachkraft-Beziehung deutlich gelitten hat.“ betonte Veronika Lindner.

Kopfschüttelnd und mit einem verständnisvollen Gesichtsausdruck betonte Frau Endres, dass sie volles Verständnis für unser Lage habe. Das aus erster Hand zu hören sei ihr sehr wichtig. Sie sei erstaunt, dass das Bild des Erzieherberufs auch jetzt nicht wirklich an Wertschätzung gewonnen hat, dürfte doch fast jeder merken, wie wertvoll die Betreuung und Förderung der Kinder ist, wenn man sie monatelang zu Hause selbst erfüllen soll.

Auch die von uns geschilderten Folgen der langen Fehlzeiten mancher Kinder erstaunten Frau Endres, laut ihren Aussagen. „Viele Kinder haben sowohl sozio-emotional als auch kognitiv und sprachlich ei- nen großen Nachholbedarf“, so Anna Meixner. Wir gaben hier auch unsere Bedenken zu Entwicklungsrückständen der Vorschulkinder weiter, die in den nächsten Jahren das Schulsystem belasten werden. Eine Rückstellung nach einiger Zeit in der Schule zurück in die Kitas sei aufgrund der fehlenden Plätze nicht möglich. „Um den Folgen der Pandemie entgegenzutreten und die Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte leichter zu gestalten wäre eine vorübergehende Aufhebung der Maskenpflicht wichtig, solange die Infektionszahlen gering sind“, betonte Veronika Lindner. „Viele Beschäftigte sind nun zwei- mal geimpft, wir müssen dennoch bei 35 Grad Masken tragen. Das ist sehr belastend. Für die Kinder wäre es sehr wichtig eine Zeit zu haben, in der sie die Mimik der Erwachsenen sehen können, um sprachliche und sozio-emotionale Entwicklungsrückstände aufzuholen. Auch die Beziehung zueinander würde dadurch gestärkt werden. Leider betreffen die Lockerungen bisher fast nur den Schulbereich. Kitas werden hier aus unserer Sicht wieder vergessen.“ betonte Veronika Lindner.

Das Gespräch ging nun zu den allgemeinen Themen über. Wir betonten hier, dass wir auch vor der Corona-Pandemie schon die Tendenz erkannten, dass wir immer mehr familienersetzend tätig werden, statt wie eigentlich angedacht familienergänzend. Wir zeigten Verständnis dafür, dass die Doppel- oder Dreifachbelastung mancher Eltern nicht auch noch Platz für die intensive Bildung der Kita-Kinder lässt, dennoch war es uns wichtig zu betonen, dass Eltern vom Staat die Möglichkeit bekommen sollten viel Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können, z.B. durch eine Verlängerung des Elterngeldes.

Frau Endres erkundigte sich auch, ob es für Kitas eine Art Lehrplan gäbe und was wir über die Verän- derungen im Bereich der Ausbildung denken. Der BEP (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan) sei das Grundgerüst unserer Arbeit, so Veronika Linder. Dennoch sei die Umsetzung durch die oft schlech- ten Rahmen- und Arbeitsbedingungen in den Kitas nicht immer in vollem Maße möglich. „Wir geben unser Bestes“, sagte Frau Vollrath. „Aber neben der Erfüllung der Vorgaben aus dem BEP, komme auch immer mehr die Beratung von Eltern in erzieherischen Fragen dazu. Informationsgespräche zu geeig- neten Schulformen und Förderangeboten sprengen häufig den zeitlichen Rahmen. Beratungsangebote für pädagogisches Personal und Eltern fehlt in den Einrichtungen. Es kommen immer mehr Aufgaben dazu, ohne bessere Rahmenbedingungen zu schaffen“, sagte Kerstin Vollrath. „Das kann nicht funkti- onieren.“

Zur verkürzten Ausbildung gaben wir an, dass wir es nicht sinnvoll finden, das Praxisjahr der Erzieher- ausbildung wegzunehmen. Die in unseren Augen rein politische Entscheidung wurde in bisherigen Ge- sprächen jedoch meist vehement abgestritten. Die Anforderungen an ErzieherInnen, KinderpflegerIn- nen und zahlreiche andere Berufe im Kita-Bereich steigen immens an, die Rahmenbedingen bleiben schlecht und die Ausbildung wird kürzer. Hier sah auch Frau Endres einen Widerspruch in sich. Sie stellte die Frage in den Raum, wohin man den Stoff aus diesem „weggenommen“ Jahr packen will?! Hierauf wussten auch wir keine Antwort. Wir gaben an dieser Stelle außerdem weiter, dass aus unserer Sicht meist nur auf die Erzieherausbildung geachtet wird, die Kinderpflegeausbildung, oder Studien- gänge jedoch kaum beachtet werden.

Frau Endres betonte während des Gesprächs und auch zum Schluss, dass sie gerne weiterhin mit uns in Kontakt bleiben möchte und sich gerne „auf eine direkte“ Weise für uns einsetzen möchte. „Oft höre man kritische Stimmen nur von Lehrern“, sagte sie. Sie bedankte sich bei uns für die ehrlichen und offenen Worte. Wir bedankten uns für das Gespräch und wünschten ihr viel Erfolg bei ihrer nach- folgenden Sitzung, zu der sie aufgrund des, laut Fr. Endres „wichtigen“ Gespräches mit uns etwas zu spät kam.

 

Unser Fazit zum Gespräch:

Fr. Endres war für uns eine angenehme Gesprächspartnerin. Bereits von Beginn an fühlte es sich für uns so an, dass Frau Endres Interesse an der aktuellen, aber auch vergangen Lage in den Kitas hatte. Während des gesamten Meetings stellte Fr. Endres interessiert Fragen und notierte sich zahlreiche Inhalte. Es tat uns gut unsere Erfahrungen weiterzugeben.

 

Bericht als PDF unter: Bericht-Fr._Endres-23.06.21.pdf

Beitrag vom 17.07.21


Mitgliederstimmen - Aktion "Stimme aus der Praxis" 

Wir haben seit unserer Gründung motivierende, anregende und aufrüttelnde Aussagen unserer Mitglieder hören dürfen. Ein paar davon wollen wir hier mit Ihnen teilen. 

Beitrag vom 17.07.21


Stellungnahme zum Thema "Impfpflicht für Beschäftigte von Kitas" 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

derzeit herrscht in der Gesellschaft eine Debatte über das Thema „Impfpflicht für Beschäftigte von Kitas und Schulen“. Aus diesem Grund wollen wir als Verband uns hier klar positionieren. Wir lehnen die Impfpflicht für Beschäftigte in Kitas ab.  

Unsere Position hat folgende Gründe:

  • Jeder Mensch darf selbst über seinen Körper bestimmen. Das gilt auch für das Thema Impfungen. Es darf demnach keiner gezwungen werden sich impfen zu lassen.
  • Der Personalmangel im frühkindlichen Bildungsbereich würde sich durch eine Impfpflicht voraussichtlich noch weiter verstärken, da die Chance hoch ist, dass einige Beschäftigte dadurch das Berufsfeld verlassen werden.
  • Die Einhaltung einer Impfpflicht muss überprüft werden. Diese Aufgabe müssten wahrscheinlich wieder die Kita-Leitungen übernehmen, wie auch schon bei der Masern-Impfpflicht. Das würde zusätzliche Arbeit bedeuten.
  • Auch andere Berufsgruppen (beispielsweise Kranken- und AltenpflegerInnen, ÄrztInnen, VerkäuferInnen, BusfahrerInnen, ect.) und Eltern haben enge Kontakte zu vielen Menschen, die die Kinder anstecken könnten. Auch diese Gruppen müssten demnach in einer Impfpflicht inbegriffen sein. Im Sinne der Gleichberechtigung aller Menschen müsste dann eine generelle Impfpflicht eingeführt werden.
  • In Kitas kommen sehr viele Menschen zusammen. Das sind Kinder, Eltern, Personal und externe Anbieter. Wir empfinden eine Impfpflicht, die nur für das Personal gelten würde als stigmatisierend. Alle genannten Personen haben enge Kontakte zu den Kindern und schützen sich meist noch weniger als das Personal. Das ist oft schon geimpft, testet sich regelmäßig und trägt einen Mund-Nasen-Schutz. Solche hohen Hygienestandards sind nicht für alle Kinder möglich.
  • Trotz geringer Studienlagen belegen einige Studien zudem, dass sich auch Geimpfte mit Covid-19 infizieren und das Virus weitergeben können. Dieser Punkt wird auch von der Staatsregierung immer wieder als Rechtfertigung für die Maskenpflicht des pädagogischen Personals genutzt. Auch wenn die ausgestoßene Viruslast mit Impfung geringer ist, rechtfertigt das für uns keine Impfpflicht.

Wir empfinden andere Möglichkeiten, wie eine Testpflicht für Kinder und Personal, Ausschluss von Kindern mit Krankheitssymptomen und die generelle Verbesserung von Rahmenbedingungen, z.B. mehr Personal, um Gruppen verkleinern zu können und dadurch Kontakte zu reduzieren als sinnvollere Maßnahmen, um der Pandemie zu begegnen. 

Wir bedanken uns für Ihr Interesse. Für Rückfragen und Austausch können Sie sich jederzeit gerne bei uns melden.  

 

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Stellungnahme als PDF unter: Stellungnahme-Impfpflicht_für_Beschäftigte_von_Kitas.pdf

Beitrag vom 14.07.21


Einladung zum Infoabend für potenzielle Neumitglieder 

Liebe KollegInnen, liebe Kita-MitarbeiterInnen, 

hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserem Online-Info-Abend am Donnerstag, den 15.07. um 20:00 Uhr ein (für alle, die noch nicht Mitglied im Verband sind). Dort bekommt ihr alle Infos zu unserem Verband, zur Mitgliedschaft, wir können uns kennenlernen und austauschen.

Wir freuen uns sehr darüber, wenn Sie sich die Zeit dafür nehmen und uns damit die Chance geben Sie von unserer Arbeit überzeugen zu können!  

Dieses Mal ist keine Anmeldung notwendig. Der Abend ist für alle offen und ganz unverbindlich.

Gehe am 15.07. einfach auf den nachfolgenden Zoom-Link und schon bist du dabei und es kann losgehen! https://us02web.zoom.us/j/81265624195?pwd=N1l2Y0gyd1NkUm5ZODdKZ0tQZ1B6dz09, Meeting-ID: 812 6562 4195, Kenncode: 586131 

Trauen Sie sich, seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Sie!

Beitrag vom 08.07.21


Bericht über das Online-Treffen mit Fr. Trautner (Bayerische Sozialministerin, CSU) 

Am Freitag, 11.06.2021 trat der Verband Kita-Fachkräfte Bayern, vertreten durch Veronika Lindner (1. Vorsitzenden), Lisa Pfeiffer (2. Vorsitzende) und Anna Meixner (Schriftführerin) mit Frau Carolina Trautner (Bayerische Sozialministerin, CSU) ins Gespräch. Schwerpunkte sollten die aktuellen Rahmen- und Arbeitsbedingungen in Kitas sein, sowie der Personalschlüssel und die bevorstehende Veränderung der Ausbildungsbedingungen. 

Frau Trautner begrüßte die Verbandsvorstände mit einleitenden Worten, welche die aktuelle Coronapandemie und die daraus resultierenden Schwierigkeiten für Kinder, Eltern und Fachkräfte deutlich machten. Der ständige Austausch mit Trägern und Leitungen ermöglichte es ihr auch ohne „vor Ort-Treffen“, viele Informationen aus der Praxis zu erhalten und sie nutze die Gelegenheit, sich bei allen Fachkräften mit einem „Vergelt´s Gott“ zu bedanken. 

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Verbandsvorstände und der Schilderung des Werdegangs des Verbands begann Lisa Pfeiffer den Inhalt des Gesprächs weg von der Pandemie zu lenken. „Viele Probleme bestehen seit Jahren und nicht erst seit Corona“, betonte sie. Wir möchten als Verband gerne über die Pandemie hinweg in die Zukunft blicken. Der seit Jahren bekannte Fachkräftemangel könne zwar durch die schnellere Ausbildung verringert werden, jedoch gab Frau Pfeiffer zu bedenken, dass es durchaus auf Kosten der Qualität gehen wird. Kitas sind mittlerweile mehr als nur familienergänzende Einrichtungen, viele leisten schon familienersetzende Arbeit und das, obwohl es in zahlreichen Einrichtungen massiv an Fachkräften mangelt. 

Aktuell, so Trautner, würden jedoch einige Einrichtungen den förderrelevanten Anstellungsschlüssel in Bayern von 1:11 deutlich unterschreiten, denn der Durchschnitt liege aktuell bei 1:9,3. Erstaunt sei sie allerdings gewesen, als ihr von anderen Kita-Beschäftigen berichtet wurde, dass teilweise 1/3 der Kindergartenkinder trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch Wickelkinder seien und so eine Kraft fast 2/3 der Kinder für die Zeit des Wickelns allein zu betreuen hat. Die Verbandsvorstände brachten daraufhin ein, dass genau dies der Realität entspricht. Zwei Fachkräfte (meist Erzieher/in und Kinderpfleger/In), die die Verantwortung für die Bildung und Betreuung von 25 Kindergartenkindern übernehmen müssen, darunter zahlreiche mit erhöhtem Förderbedarf.  

„Kinderbetreuung ist kommunale Aufgabe“, so Frau Trautner, der Staat würde hier jedoch in „nicht geringem Maße“ unterstützend tätig sein. Die dafür vorgesehene, finanzielle Unterstützung, kommt nach Auffassung des Verbandes jedoch nicht immer in den Kitas an, wie das scheinbar von politischer Seite geplant ist. „Hier fehlen klare Regelungen in der Verwendung“, so Veronika Lindner, denn nur so könne gewährleistet werden, dass alle Kinder gleich wertvoll gefördert werden. „Wo bleibt da die Chancengleichheit?“, hinterfragte Lisa Pfeiffer kritisch und betonte, dass allgemein ein Umdenken bei der Finanzierung der Kitas notwendig sei. Ebenso müsste – so der Verband - besser überprüft werden was mit den Fördergeldern passiert.Frau Staatsministerin Trautner erwähnte auch die ihr bewusste Problematik, dass seit einigen Jahren immer mehr Bildungs- und Erziehungsverantwortung von den Kitas übernommen werden müsse. Der Freistaat biete durch den Leitungs- und Verwaltungsbonus, sowie den Einsatz von Tagespflegepersonen eine Art „Entlastungslösung“. Solche „Lösungen“ empfindet der Verband jedoch nur bedingt geeignet, denn die pädagogischen Fachkräfte fehlen genau dann als wichtige Ansprechpartner, wenn Tagespflegepersonen aushelfen sollen (Bring- und Abholzeiten), entgegneten wir dem. Veronika Lindner brachte auch ein, dass vor allem langjährige Kollegen/Kolleginnen resignieren oder Stunden verringern, weil sie die Überbelastung nicht mehr aushalten.  

Die Verbandsvorstände ergänzten zudem, dass einige Weiterbildungsmöglichkeiten schlecht mit der Realität zu vereinbarensind, da es sich kaum jemand leisten kann, zwei bis drei Jahre mit geringerem oder gar keinem Lohn auszukommen. Auch ist die schnelle und weniger umfangreiche Aneignung von Fachwissen kontraproduktiv, wenn die Ansprüche an die Fachkräfte stetig steigen. Nach dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz soll nun nach der Entscheidung des Bundes 2026 auch der Anspruch auf eine Ganztagesbetreuung für Schulkinder kommen. Frau Trautner habe sich dafür eingesetzt, den Beginn des Rechtsanspruches weiter nach hinten zu verschieben, da sie wisse wie hoch der Personalmangel sei. „Wir haben das Gefühl, dass uns betreffende Entscheidungen, wie die Ausbildungsverkürzung oder der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung auf politischer Ebene schon lange entschieden seien, bevor wir unsere Meinungen und Bedenken äußern können“, so Frau Meixner. Frau Trautner wies darauf hin, dass zahlreiche Fachkräfte aus dem Bereich der Ausbildung und Leitungen zu diesen Themen befragt wurden. Wir als Verband für Kita-Fachkräfte Bayern forderten an dieser Stelle mehr Transparenz seitens der Politik und zeigten uns offen für Gespräche. Unser Ziel ist es, in einen fachlichen und wissenschaftlich fundierten Austausch zu gehen. 

Den Hinweis von Frau Trautner, die Kommunalpolitiker/innen noch mehr einzubinden, gerade zu Zeiten der Wahlen, nahm der Verband dankend an. Bei Frau Trautner fanden unsere Anliegen ein offenes Ohr. Hier sollte man noch mehr in die direkte Kommunikation mit den Trägern gehen brachte sie an. Genau dabei sehen wir als Verband häufig Probleme. „Es gibt Fachkräfte, die Angst vor Abmahnungen haben, wenn sie offen ihre Meinung kundtun.“, so Veronika Lindner. 

Am Ende des Gespräches lenkte Veronika Lindner das Thema zurück auf „Corona“. Sie fragte, ob ein Ende der Maskenpflicht, vor allem im Außenbereich in den Kitas geplant sei, da dies vor allem in den Sommertagen eine hohe Belastung für das Personal darstellt, es nun Impfangebote gibt und wir bemerken, dass es für die Kinder aus pädagogischen Gründen wichtig wäre von Personal ohne Masken betreut zu werden. Frau Trautner wies darauf hin, dass es aktuell erlaubt sei Tragepausen einzulegen, wenn der Abstand im Außenbereich eingehalten werde, ebenso wie bei Sprachförderangeboten wie z.B. Stuhlkreisen. Veronika Lindner warf ein, dass dies oft nicht umsetzbar sei.  

Als Verband bedanken wir uns, dass wir in Frau Trautner eine Ansprechpartnerin haben. Dennoch sehen wir mit Bauschmerzen in die Zukunft, wenn sich nicht zeitnah Veränderung einstellen. Der massive Personalmangel, die schnellen Aus- und Weiterbildungswege, die oft schlechten Rahmen- und Arbeitsbedingungen in Kitas, die immer höhere Ansprüche an päd. Personal und die oft noch sehr geringe Anerkennung für pädagogische Berufe machen es schwer nur die schönen Seiten des Berufs zu sehen, wie sie in zahlreichen Videos der „Herzwerker Kampagne“ geschildert wurden. Zahlreiche Studien bestätigen das. Frau Trautners Wunsch, dass wir für unseren Beruf aktiv und optimistisch werben sollen, können wir unter den momentanen Bedingungen daher nur bedingt nachkommen.  

Wir, die Kita-Fachkräfte, machen unseren Beruf mit Herz und einem realistischen Blick in die Zukunft. Wir kämpfen dafür, dass Kinder und Fachkräfte auf einem qualitativ hochwertigen Niveau Bildung, Betreuung und Herzblut vereinen können. Es freut uns, dass wir seitens Frau Trautner viel Anerkennung erhalten haben. Gute Worte allein reichen uns aber nicht. Es müssen Tatenfolgen. Wir wünschen uns noch mehr direkte Ansprache durch die Politik, denn wir begleiten und fördern täglich nach Kräften das wertvollste Gut Bayerns, unsere Kinder. 

Wir bedankten uns bei Frau Trautner für ihre ehrlichen Worte und Ihr Engagement und hoffen, wie auch Frau Trautner selbst, dass wir in einem respektvollen und engen Austausch bleiben. Ein positiver und gleichzeitig realistischer Blick in die Zukunft ist uns allen wichtig.  

 

Nachtrag des Staatsministeriums:

Seit dem 16. Juni 2021 können die Beschäftigten ihre Masken im Außenbereich grundsätzlich abnehmen, soweit und solange der Mindestabstand zuverlässig eingehalten werden kann.  

 

Unser Fazit zum Gespräch:

Es war eine interessante Erfahrung für alle Beteiligten in das Gespräch mit Fr. Trautner zu gehen. Wer hätte noch vor kurzem gedacht, dass wir so schnell die Möglichkeit zu einem so wichtigen Gespräch bekommen würden. Der Austausch mit Fr. Trautner verlief für uns insgesamt zufriedenstellend. Wir konnten viele unserer Positionen deutlich machen und in den direkten Austausch gehen. Das ist auf ein wichtiges unserer Ziele für die Zukunft. Bei einigen Punkten hätten wir uns mehr Verständnis und Rückhalt von Fr. Trautner gewünscht. Wir haben aus dem Gespräch viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse mitgenommen. Für die Zukunft wünschen wir uns eine zielorientierte Zusammenarbeit mit der konkreten Klärung von Verbesserungsvorschlägen.   

 

*Dieser Bericht wurde vom Verband erstellt und auf Wunsch unserer Gesprächspartner von der Pressestelle des Staatsministeriums korrekturgelesen, sowie verändert. 

 

Den Bericht im PDF Format finden Sie hier: Bericht-Treffen-Fr._Trautner-11.06.21.pdf

Beitrag vom 06.07.21


Bericht über das Online-Treffen mit der Freien Wähler Landtagsfraktion 

Am 07.06.21 traf sich der Verband Kita-Fachkräfte Bayern, vertreten durch Lisa Pfeiffer (2. Vorsitzende) und Veronika Lindner (1. Vorsitzende) in einem Online-Meeting mit Fr. Enders (Generalsekre- tärin, sozialpolitische Sprecherin der FW Bayern), und Hr. Häusler (Stellvertretender Vorsitzender der Landtagsfraktion, Mitglied im Ausschuss für Arbeit, und Soziales, Jugend und Familie der FW Bayern).

Es wurden folgende Themen besprochen:

  • Begrüßung und Vorstellungsrunde

  • Themen/Schwerpunkte der FW Politik und der Agenda für den Kita-Bereich

  • Leitungs- und Verwaltungsbonus

  • Personalmangel und verschiedene Möglichkeiten zur Personalgewinnung

  • Einsatz von Quereinsteigern und Assistenzkräften

  • Aus- und Weiterbildung von pädagogischem Personal

  • Ganztagsausbau an Grundschulen

  • Verfügungszeit für pädagogisches Personal, Leitungsfreistellung

  • Anhebung der Vergütung für pädagogisches Personal

  • Mögliche Zuordnung des Kita-Bereiches zum Kultusministerium

  • Drei Wünsche des Verbandes für die Zukunft: Leitungsfreistellung; Verfügungszeiten für das gesamte pädagogische Personal, für Stellvertretungen und Anleitungen; dritte Kraft für den Kindergartenbereich

  • Verabschiedung

Da wir uns mit den FW nicht über den Inhalt unseres zunächst geplanten Berichtes einig wurden, können wir die Gesprächsthemen hier nur stichpunktartig nennen. Wir möchten uns nicht zensieren las- sen. Wir hoffen in der Zukunft wieder detaillierte Berichte verfassen zu können.

Bericht als PDF: Bericht-Treffen-Freie Wähler-07.06.21.pdf

 

Beitrag vom 04.07.21


Stellungnahme zum Ver.di Kita-Personalcheck 

Sehr geehrte Damen und Herren,

„173.000 Fachkräfte fehlen in den Kitas.“ Dieser Aussage stimmen wir als Verband Kita-Fachkräfte Bayern absolut zu und unterstützen die Aussagen von Ver.di in vollem Maß. Der verfasste Artikel der Gewerkschaft ver.di zeigt erneut, wie dramatisch die Folgen des massiven Fachkräftemangels wirklich sind.

Es fehlen Fachkräfte, es fehlt die Zeit am Kind. Dies führt zu unbezahlter Mehrarbeit, die oft zu Hause abgeleistet wird und letztendlich führt es auf Dauer dazu, dass man als Fachkraft keine qualitativ hochwertige und individuelle Förderung der Kinder mehr gewährleisten kann. Die Betonung liegt auf „kann“, denn am Willen und Herzblut der Fachkräfte soll es nicht scheitern.

Wie lange will die Politik denn noch zu sehen? Will man Überbelastung, Überforderung, Lärmbelastung und die mangelnden Fördermöglichkeiten der Kinder einfach so hinnehmen und die so wichtige frühkindliche Bildung auf die leichte Schulter nehmen? Wir sagen NEIN und fordern die Politik abermals zu sofortigem Handeln auf.

Als Verband sind wir bereit für unsere Ziele, wie die Verbesserung der Rahmen- und Arbeitsbedingungen, die Verkleinerung der Gruppen, sowie eine verpflichtende, in der Arbeitszeit integrierte Vorbereitungszeit zu kämpfen. Dazu bieten wir uns jederzeit als Gesprächspartner an.

Nur wenn die Bildung, Begleitung und Erziehung von Kindern den Stellenwert in Politik und Gesellschaft haben, den sie verdienen, dann haben wir es geschafft. Wir sind bereit für diesen Weg und schauen nicht länger zu – Wir sind die Stimme aus der Praxis.


Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Stellungnahme als PDF: Stellungnahme-Verdi_Personalcheck.pdf

Beitrag vom 30.06.2021


Artikel mit einem Interview von uns in der Wamiki 

In der Wamiki (pädagogische Fachzeitschrift) ist ein Artikel über uns erschienen. Wir haben der Zeitschrift ein Interview gegeben. Es ging darum warum wir den Verband gegründet haben und was unsere Ziele damit sind. In der Reihe werden auch die Verbände aus anderen Bundesländern vorgestellt. Schaut also ab und zu auch mal dort vorbei. Wenn Ihr Interesse geweckt ist können Sie gerne nachstehenden Link, PDF-Dokument oder Bilder öffnen und den Artikel lesen. Wir wollen uns auf diesem Weg bei Wamiki bedanken, dass sie sich diesem wichtigen Thema angenommen haben.

Link zum Artikel   

Artikel-Wamiki-Juni21.pdf

Beitrag vom 29.06.21


Anstieg der Geburtenzahlen

Laut des statistischen Bundesamtes (zu finden unter diesem Link) war die Geburtenzahl im März 2021 der höchste Wert seit mehr als 20 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 10% (entspricht 5900 Geburten).Wir als Verband freuen uns natürlich über diese Nachricht. Gleichzeitig bekommen wir aber auch Bedenken wer wohl diese Kinder bald in Krippe und Kindergarten qualitativ hochwertig betreuen wird. Hoffentlich verpasst es die Politik diesmal nicht rechtzeitig für ausreichend qualifiziertes Personal und angemessene Räumlichkeiten, zum Wohle dieser Kinder/Familien und dem pädagogischen Personal, zu sorgen.

Beitrag vom 20.06.21


Einladung zum Q&A zum Thema "Jungenpädagogik" mit Dirk Fiebelkorn 

Am 23.06. von 19:00-20:30 Uhr findet für alle Kita-Fachkraftverbände aus ganz Deutschland ein Q&A mit dem Jungenpädagogen Dirk Fiebelkorn zum Thema „Jungenpädagogik“ statt. Und nun das Beste: Es ist für alle Mitglieder kostenlos! Alle Verbandmitglieder haben bereits die Infos dazu erhalten.

Wenn auch Sie dabei sein wollen werden Sie Mitglied bei uns im Verband! Alle Infos dazu gibt es hier: Mitglied werden

Um 20:30 Uhr findet dann noch eine Austauschrunde für alle Kita-Leitungen mit Dirk statt.  

Die Plätze sind leider begrenzt, es wird aber auch in Zukunft tolle Veranstaltungen wie diese geben!

Wir freuen uns schon darauf!

Beitrag vom 11.06.21


Stellungnahme zum Thema "Selbsttests bei Kita-Kindern"

Sehr geehrte Damen und Herren, 

hiermit beziehen wir Stellung zum Newsletter 425 des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (zu finden unter https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/service-kinder/newsletter/425-newsletter.pdf). Zunächst einmal möchten wir klarstellen, dass wir uns freuen, dass es nun auch für Kita-Kinder ein Testangebot mit Selbsttests gibt. Das war längst überfällig. Wir hatten uns schon Mitte April dafür stark gemacht. Zudem finden wir es gut, dass im Vorfeld die kommenden Neuerungen schon einmal angekündigt wurden (Newsletter 324).  

Die Umsetzung der Selbsttest-Strategie finden wir als Verband für Kita-Fachkräfte jedoch schwierig. Zahlreiche Mitglieder meldeten uns, dass sie dieser skeptisch gegenüberstehen. Wir hätten uns gewünscht, dass die Umsetzung benutzerfreundlicher wäre. Das nun beschlossene Vorgehen bedeutet sowohl für das pädagogische Personal als auch für die Eltern einen Mehraufwand. Das Personal muss nun Berechtigungsscheine ausstellen, die Eltern den Weg in die Apotheken auf sich nehmen. Danach müssen die Beschäftigten die Scheine wieder einsammeln und die Eltern daran denken diese mitzubringen. Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass dieses Vorgehen die Erziehungspartnerschaft stark belasten kann, wenn die Kitas keine weiteren Scheine ausstellen dürfen, ohne die vorherigen eingesammelt zu haben. Eltern und Personal sind ohnehin schon stark belastet. Die Muster-Berechtigungsscheine wurden vielen Kitas des weiteren noch nicht zugesendet, die Eltern warten nun jedoch bereits darauf. Dadurch entsteht unnötiger Druck auf die Beschäftigten. Das sorgt für Konflikte mit den Eltern. Bitte überdenken Sie für die Zukunft ihr Vorgehen. Bereiten Sie zunächst alles vor, bevor Sie an die Öffentlichkeit gehen. Zudem ist es wichtig, dass Sie die Informationen nicht am Abend oder vor, bzw. an Wochenenden oder Feiertagen verbreiten. Beschäftigte von Kindertageseinrichtungen haben einen Feierabend und ein Wochenende verdient. Die Eltern erfahren die Informationen dann aus der Presse und nicht von den Kitas, wodurch schon mehrfach Missverständnisse entstanden sind. 

Wir hätten uns gewünscht, dass das pädagogische Personal die Selbsttests an die Eltern ausgeben kann, bzw. dass die Tests regelmäßig von medizinischem Personal in den Kitas durchgeführt werden können. Das Personal hat nun zudem keine Kontrolle darüber ob Eltern das Angebot sachgerecht nutzen. Zudem hätten wir uns kindgerechte Angebote gewünscht, z.B. Lollitests. Andere Anregungen zur Umsetzung von Selbsttests in den Kitas hatten wir bereits im April in einer Stellungnahme bekannt gegeben. Diese wurde auch an die bayerische Staatsregierung gesendet.

Wir hoffen, dass wir bei zukünftigen Entscheidungen zu der Perspektive der Beschäftigten in Kitas befragt werden. Dadurch können Alternativen gefunden werden, die für Eltern und Personal leichter umsetzbar sind. Für Rückfragen und Austausch stehen wir jederzeit zur Verfügung.  

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Stellungnahme als PDF: Stellungnahme-Selbsttests_Newsletter_425_Stmas.pdf

Beitrag vom 06.06.21


Bericht über Fachgespräch "Kitas der Zukunft" 

Am Montag, 17.Mai 2021 lud Johannes Becher (Grüne Fraktion Bayern und Abgeordneter für frühkindliche Bildung im Landtag) zu einem GoToMeeting ein. Wie soll es in Zukunft mit den Kitas weitergehen? Bereits zum dritten Mal wurde so unter diesem Motto diskutiert, berichtet, erarbeitet und zahlreiche Frage gestellt. Schwerpunkte des Meetings sollten die Lehren aus der Coronapandemie sein und welche Herausforderungen jetzt und nach der Pandemie für die frühkindliche Bildung entstehen bzw. entstanden sind. 

Durch eine kurze Vorstellungsrunde, die von Herrn Becher eröffnet wurde, in der jeder seine Schwerpunkte in der Praxis darlegen konnte, wurde schnell klar, dass sich 4 Themen deutlich in den Vordergrund drängten. Die Kommunikation in den Einrichtungen und mit den Ministerien, die neue Ausbildungsreform und ihre Auswirkungen, der massive Fachkräftemangel sowie die Rahmenbedingungen in Kitas. 

Gleich zu Beginn schilderte Becher die unterschiedlichen Auslastungen in den Kitas. Teilweise seine diese mit bis 90% der Kinder in der Notbetreuung voll ausgelastet, andere meldeten deutlich weniger als 50% anwesende Kinder. „Das ist doch lachhaft, wenn in der Notbetreuung alle Kinder da sind. Für Herbst brauchen wir da andere Strategien.“, so die Aussage eines Teilnehmers. Die oft „miserable“ Kommunikation mit dem Staatsministerium und das Gefühl, man müsse von Woche zu Woche die Entscheidungen als Kita-Leitung selbst treffen, erleichterten die Situation in keinem Fall. Herr Bechers Vorschlag, dass es pro Landkreis eine Person gäbe, die genau in solchen Krisensituationen für Einrichtungen wie Kitas zuständig sein, ist bis jetzt noch nicht wirklich gehört worden. „In anderen Bereichen des öffentlichen Lebens gibt es doch auch für Krisensituationen solche Stellen.“, so Becher. Viele Einrichtungen fühlten sich alleingelassen, Risikogruppen arbeiteten aus moralischer Verpflichtung und Schließtage wurde gestrichen, um die Eltern so gut es geht zu entlasten. Wenn dann Aussagen wie „Man hat die Kinder daheim ganz vergessen.“ kommen, dann wird aus Engagement schnell Verärgerung, denn den meisten Kitas waren die Hände gebunden, was den Austausch mit den Eltern und Familie betrifft. Einig waren sich fast alle, als die Frage aufkam, ob die Kinder zurück in die Kitas müssen. Ja, das müssen sie, vielen fehlt fast ein ganzes Jahr, andere müssen neu eingewöhnt werden. ABER, so der Zusatz, man müssen dabei beachten, dass noch nicht alle Fachkräfte zweimal geimpft sind und, dass man über eine Testpflicht bei nicht geimpften Kollegen/Kolleginnen nachdenken sollte. 

Nachdem lange über dieses Thema diskutiert wurde, warf man noch einen Blick auf die neue Ausbildungsreform. „Sehr viele Fachakademien waren gegen die Verkürzung auf vier Jahr. Es war mal wieder eine rein politische Entscheidung.“, so die Leitung einer Fachakademie. Sie sprach nicht nur für sich, denn auch zahlreiche andere FAKS finden, dass man so für Quantität und nicht für Qualität sorge. „Genau das praktische Jahr, das so wichtig ist, das hat man genommen.“ Das Modell „OptiPrax“ bietet den Auszubildenden zwar die Möglichkeit gleich zu Beginn der Ausbildung mit einem angemessenen Gehalt zu starten, die großen Unterschiede in der Umsetzung der Modelle machen es jedoch schwer, denn manche Schüler/innen sind im wöchentlichen Wechsel in Schule und Praxis, andere kommen an zwei Tagen und gehen drei Tage in die Schule, wieder andere kommen 14 Tage und haben dann 14 Tage Schule. Spätestens wenn sie im zweiten Jahr sind, werden sie voll in den Anstellungsschlüssel eingerechnet, obwohl manche bis zu 70% Fehlzeiten in der Praxis aufweisen. Die Kommunen bräuchten da mehr finanzielle Unterstützung, da eine Refinanzierung häufig nicht möglich ist. 

Auch die Anerkennung von Qualifikationen der aus dem Ausland kommenden Kollegen/Kolleginnen, war ein großes Thema. „Man müsse hier mehr für die schnelle Anerkennung von Qualifikationen machen.“, so ein Teilnehmer. Es dauere teilweise bis zu einem Jahr, bis eine Entscheidung getroffen wurde, kein Wunder, dass wir auf dem Weg wenig gegen den Fachkräftemangel tun können. 

Nach gut zwei Stunden endete das Meeting, welches gefüllt war mit praxisnahen Beiträgen, Ideen und Notizen, die Johannes Becher in seine nächste Sitzung mitaufnehmen möchte. Dann blicken wir mal positiv in die Zukunft der Kitas…

Bericht-Kitas_der_Zukunft-Grüne.pdf

Beitrag vom 30.05.21


Weltspieltag 

Heute ist der Weltspieltag. Durch Spielen lernen Kinder so gut wie alle Fähigkeiten, die sie für ihr weiteres Leben brauchen. Es ist demnach wichtig, dass Kinder auch in Kitas viel Zeit und Ruhe haben, um dort spielen zu können und mit anderen Kindern in Kontakt zu treten, damit es sich entwickeln kann. Freies Spiel ohne Störungen und in ruhiger Umgebung ist nur dann möglich, wenn die Bedingungen in Kitas besser werden (Verkleinerung der Gruppengrößen, genügend Raum und Spielmaterialien). Dafür setzen wir uns ein, damit alle Kinder in Zukunft noch besser spielen und dadurch lernen können.

Beitrag vom 28.05.21


Bericht über Meeting mit Doris Rauscher (SPD) 

Am 17.05. fand ein Online-Meeting mit Doris Rauscher von der BayernSPD statt. Von Seiten des Verbandes waren Veronika Lindner (1. Vorsitzende) und Lisa Pfeiffer (2. Vorsitzende) anwesend.  

Frau Rauscher hat selbst die Ausbildung zur Erzieherin absolviert, eine Kita geleitet, die Qualitätsarbeit beim paritätischen Wohlfahrtsverband übernommen, sowie eine Elterninitiative mitgegründet, welche Kitas betreibt. Neben einigen Jahren in der Kommunalpolitik wurde sie für die SPD in den Landtag gewählt. Sie ist die sozial-, familien-, und seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. 2018 gründete sie mit verschiedenen Interessierten, die im Arbeitskontext mit dem Thema „Kita“ zu tun hatten, das Bündnis Kita Bayern, welches sich jedoch aus verschiedenen Gründen auflöste. 

Zu Beginn des Meetings lobte Frau Rauscher die Gründung des Verbandes. Danach gingen wir in den Austausch über verschiedene Themen. Die Initiative ging dabei sowohl von unserer Seite, als auch von Frau Rauscher aus. Wir haben uns zu folgenden Themen ausgetauscht:

  • Gründe für den Fachkräftemangel (z.B. Krippen- und Ganztagsschulausbau, hohe Teilzeitquote, mangelhafte Rahmenbedingungen und Qualität in den Kitas)
  • Mangelhafte Qualität durch schlechte Rahmenbedingungen und zu wenig Personal
  • Unterscheidung zwischen familienergänzenden und familienersetzenden Einrichtungen
  • Akademisierung von Personal in Kitas
  • Niedrige Fachkraftquote in Bayern
  • Auswirkungen von Schnellqualifizierungen und kritische Hinterfragung dieser
  • Für und Wider der möglichen Zuordnung des Kita-Bereiches zum Kultusministerium, statt zum Sozialministerium
  • Große Gruppengrößen (Corona bestärkte uns als Fachkräfte noch einmal darin wie wichtig kleinere Gruppen für Kinder sind)
  • Möglichkeit der Umsetzungen des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BEP)
  • Gesundheitsrisiken des Berufes
  • Vernachlässigung der Horte
  • Hohe Suizidrate bei Kindern
  • Vorteile guter Basiskompetenzen für den weiteren Lebensweg der Kinder
  • Fehlende Zeit für Elternarbeit, mangelnde externe Beratungsangebote in Kitas
  • Gewinnbringende Möglichkeiten zur Förderung von Mitarbeitern
  • Erhöhung des Gehaltes, Zulagen für Weiterbildungen und akademische Abschlüsse
  • Gründe für das mangelhafte Ansehen der Arbeit, die pädagogisches Personal leistet (z.B. Historie des Berufes) 

Frau Rauscher erzählte uns außerdem, dass sie durch die aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Landtag nicht so viel erreichen kann, wie sie gerne würde. Sie ergreife jedoch jede Situation, die sich ihr biete, um Initiative zu zeigen und die Missstände in Kitas zu thematisieren. Die Regierungsarbeit von der CSU im Bereich der Kitas sehe sie kritisch. Es reiche nicht nur Geld auszugeben, sondern es müssten konkretere Vorgaben gemacht werden. Zudem müsse mehr Geld in den Kita-Bereich investiert werden, als es derzeit der Fall sei, denn es würde die gesamte Gesellschaft von mündigen, selbstbewussten und sozial-kompetenten Persönlichkeiten profitieren. Sie betonte außerdem, dass sie, wenn sie sich zwischen gebürenfreier Kindertagesbetreuung oder zwischen Verbesserungen im Kita-Bereich entscheiden müsste, sich immer für die Verbesserungen entscheiden würde.  

Zudem wurde auch thematisiert, dass die einzelnen Kommunen verschiedene Schwerpunkte in ihren Haushalten setzen. Als sie noch für die Stadt Ebersberg zuständig war habe sie z.B. mit dem Stadtrat beschlossen, dass für die Kitas ein Schlüssel von 1:8 gegenfinanziert wird. Ob so etwas auch für andere Kommunen möglich sei hänge von den finanziellen Mitteln und der Prioritätensetzung ab. Daraus zog sie den Schluss, dass es konkretere Regelungen für Kitas durch die Landesgesetze braucht. Zum Thema Haushalt stellten wir kritische Nachfragen und betonten, dass aus unserer Sicht die Vorgaben und die Finanzierung von der Landesregierung kommen müssen. 

Frau Rauscher bestärkte uns noch einmal in unserem Vorhaben. Sie sprach uns Mut zu und meinte, dass es wichtig ist Aufsehen zu erregen. Es gebe 9800 Kitas in Bayern. Wir sollten versuchen so viele wie möglich zu erreichen. Wenn wir uns zusammentun können wir Druck erzeugen und damit Veränderungen von außen bewirken. Für die Zukunft planen wir weitere Meetings mit Frau Rauscher. Sie möchte uns außerdem einige Kontakte vermitteln, uns regelmäßig informieren und uns, wenn es nach Corona wieder möglich ist, z.B. zu Erzieherempfängen einladen. Wir freuen uns schon auf die weitere Zusammenarbeit und wollen uns an dieser Stelle noch einmal für das interessante, nette und informative Gespräch bedanken.

Bericht-Treffen-Rauscher.pdf

Beitrag vom 27.05.21


Aufruf eines Mitgliedes 

Liebe KollegInnen,

in der Corona - Pandemie bin ich verstärkt mit anderen Leitungskolleg*innen in Kontakt getreten, denn wir haben uns so oft über das Gleiche geärgert und darüber ausgetauscht. Dabei haben wir gemerkt, wie hilfreich dieser Austausch ist. Aus sich gemeinsam ärgern, jammern, aufregen usw. ist bei mir der Wunsch entstanden, diese Energien zu bündeln und für Veränderungen einzusetzen. Als Erstes habe ich interessierte Leitungen zu einem Online-Treffen eingeladen, hier haben wir beschlossen, wir werden aktiv! Gemeinsam haben wir Forderungen erstellt, ich habe den Brief verfasst, wieder zu den Kitas in den Landkreis geschickt - mit der Bitte sich mit den Trägern abzusprechen und den Brief mit zu unterschreiben. So wurden die Forderungen von ca. 25 Kitaleitungen unterschrieben und an unsere Aufsichtsbehörde weitergeschickt.  

Und hier sind wir gerade, die erste Rückmeldung von der Aufsichtsbehörde ist da, der weitere Ablauf wurde uns mitgeteilt und nach den Pfingstferien gibt es den ersten Gesprächstermin. Ich weiß, Wunder werden nicht geschehen und es wird sicher viele Enttäuschungen geben - besonders von Seiten der Politik, aber ich bin jetzt soweit, dass ich nicht mehr still sein will - ich will Veränderung!  

Und ich glaube dies wollen wir alle, deshalb tretet in den Verband Kitafachkräfte Bayern ein, vernetzt euch in euren Landkreisen, sucht euch Verbündete! Alleine hat man/frau oft nicht die Kraft sich für Veränderungen einzusetzen, aber im Verband, in einer Gruppe kann Gutes entstehen - und wir brauchen dringend Gutes! 

Den Brief, den Katja an die Aufsichtsbehörde geschickt hat könnt ihr unter nachstehendem Link finden (Brief-Katja.pdf). Verbreitet ihn gerne weiter und schickt den Brief an eure Aufsichtsbehörde, denn wie Katja schon angesprochen hat können wir nur zusammen Veränderungen bewirken!

Beitrag vom 25.05.21


Unser Flyer ist fertig 

Sie könnt unseren Flyer gerne hier Lesen (Flyer.pdf) und weiterverbreiten. Wir senden ihn gemeinsam mit einem Anschreiben an verschiedene Kitas und Fortbildungsinstitute, … in Bayern. Wir hoffen der Flyer gefällt Ihnen und er enthält alle Infos, die man so braucht. Natürlich können wir aber nicht alle erreichen, deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen und den Flyer weiterverbreiten. Danke schon einmal für das Teilen!

Beitrag vom 24.05.21


Stellungnahme zum "DIW-Wochenbericht"  

Sehr geehrtes Forschungsteam, sehr geehrte Damen und Herren,  

mit diesem Brief möchten wir zur Studie „DIW Wochenbericht 323“ mit dem Titel „Erzieherinnen empfinden vielfache Belastungen und wenig Anerkennung“ Stellung nehmen. Die Studie finden Sie unter dem Link Die Studie finden Sie unter diesem Link.   

Wir als Verband begrüßen es sehr, dass die Wissenschaft sich für den frühkindlichen Bildungsbereich und damit auch für die Arbeitsbedingungen in Kindertageseinrichtungen interessiert und diese immer weiter erforscht. Der Vorstand unseres Verbandes hat die Studie gespannt gelesen und kann die Ergebnisse dieser unterstützen. Durch die Studie gibt das Forschungsteam uns die Chance die Beobachtungen und Erlebnisse der Verbandsmitglieder in ihrer täglichen Arbeit wissenschaftlich fundiert zu begründen. Dafür wollen wir dem Forschungsteam danken. 

Nun möchten wir kurz auf die für uns zentralen Ergebnisse der Studie eingehen und Lösungsvorschläge dafür bieten, wie die Arbeitsbedingungen angenehmer gestaltet werden können.In der Studie wird der Beruf der ErzieherIn unter anderem mit dem Beruf der GrundschullehererIn verglichen. Dass ErzieherInnen in diesem Vergleich in fast allen Bereichen unzufriedener sind empfinden wir als besorgniserregend (S. 323).

Die Studie ergab unter anderem, dass für 81% der ErzieherInnen ihre geringe finanzielle Entlohnung belastend ist. 69% der Befragten empfinden Zeitdruck, ein Drittel würde gerne die Arbeitszeit verringern und 70% empfinden Belastungen durch die mangelhafte Anerkennung (S. 323). Diese Punkte bestärken uns als Verband in der Meinung, dass sich die Rahmenbedingungenin den Kitas unbedingt steigern müssen. Für uns sind dabei eine Verbesserung des Personalschlüssels und eine Verkleinerung der Gruppen die wichtigsten Bausteine. Daneben sind auch Lohnerhöhungen und eine Steigerung der Anerkennung in der Gesellschaft bedeutend. Finanzielle Mittel, wie z.B. die des Gute-Kita-Gesetzes müssen in die Qualität der bereits bestehenden Kitas investiert werden und nicht in die Beitragsfreiheit und eine Steigerung der Kapazität an Kita-Plätzen.

Dass 48% und damit fast jede zweite ErzieherIn zuhause nur schwer abschalten kann und 24% und damit so gut wie jede vierte Schlafprobleme aufgrund unerledigter Aufgaben in der Arbeit hat sollte als Alarmsignal gelten (S. 330). Dis hohe Stresslevel ist ein gesundheitlich hohes Risiko, welches psychisch- und stressbedingte Krankheiten fördert, z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Depressionen oder Burn-out. Es muss hier dringend gehandelt werden, bevor noch mehr pädagogisches Personal ausfällt oder aufgrund der hohen Belastung den Beruf verlässt. Dadurch würde sich der Fachkräftemangel noch einmal verschlimmern.

Zudem sehen wir besorgt das Ergebnis, dass vor allem akademisch ausgebildete Fachkräfte weniger erfüllt von ihrer Arbeit sind (S. 330). Dadurch besteht das Risiko, dass diese in andere Bereiche abwandern, obwohl gerade die akademischen Fachkräfte für die Kindertageseinrichtungen so wichtig wären, damit die Qualität noch weiter gesteigert werden kann. Ein Grund dafür ist sicher, dass die theoretisch erlernten Inhalte aus den Studiengängen in der Praxis, aufgrund der mangelhaften Arbeitsbedingungen nicht umsetzbar sind und die Beschäftigten dadurch nicht die qualitativ hohe Arbeit leisten können, die sie gerne würden. 

Diese im Überblick sehr beunruhigenden Ergebnisse sollten die Politik, die Gesellschaft und die Träger aufrütteln und zum Umdenken bewegen. Einige Verbesserungsvorschläge haben wir in diesem Brief bereits angemerkt. Wenn Sie weitere Vorschläge benötigen oder Fragen zur Umsetzung dieser haben, sprechen Sie uns gerne an.  

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 Stellungnahme-DIW-Wochenbericht.pdf

Beitrag vom 19.05.2021


Bericht über die Veranstaltung "Kinder testen, Kitas öffnen" 

Herr Becher (Sprecher für frühkindliche Bildung der Grünen-Landtagsfraktion, Vize-Vorsitzender der Kinderkommission des Landtags) lud am Dienstag, den 11. Mai, zu einer Online- Diskussionsveranstaltung zum Thema „Kinder testen, Kitas öffnen!“ ein. Im Namen des Verbandes waren Veronika Lindner und Lorna Stephen vertreten.  

Zuerst leitete Herr Becher mit einer Zusammenfassung der aktuellen Situation ins Thema ein. Er betonte dabei, dass ErzieherInnen für Impfungen eine Priorisierungsgruppe höher eingestuft wurden, dass die Notbetreuung durchschnittlich von der Hälfte der Eltern in Anspruch genommen wird (wobei es hier vermutlich große regionale Unterschiede gibt) und dass Kinder in der Schule getestet werden, jedoch nicht in den Kitas.

Anschließend berichtete Isabelle von Grießenbeck (Mitglied des Elternbeirates KiGa St. Rita) und Dr. Anna Munte (testende Ärztin im KiGa St. Rita) über ihre Erfahrungen der Münchener Kita mit der Testung von Kita-Kindern, die Bereitschaft der Eltern bei der Testaktion mitzuhelfen, den Umgang der Kinder mit den Tests, die Finanzierung und über die Organisation des Testangebots.

Laut Frau von Grießenbeck geht es um den Schutz aller Kinder, MitarbeiterInnen und Familien, sowie den zusätzlichen Schutz gegen eine Schließung, die für manche Eltern eine Katastrophe wäre. Die Idee des Testens kam vom Elternbeirat: Zweimal die Woche, zwischen 7:15-9:30 Uhr, können Eltern ein Slot buchen und zum Testen zu kommen. Die Eltern bleiben 15 Minuten bei ihren Kindern, bis ein Ergebnis vorliegt. Bei einem negativen Test werden die Kinder nach der Wartezeit an das pädagogische Personal übergeben. Das Testen findet außerhalb der Kita im überdachten Kirchhof statt und ist freiwillig. Die Kinder haben die Wahl zwischen einem Nasen- oder Rachenabstrich. Danach bekommen die Kinder ein Gummibärchen und einen Stempel in der Stempelkarte. Nach dem 4. Stempel bekommen die Kinder eine kleine Überraschung wie zum Beispiel ein Abziehtattoo. Im Kindergarten tauschen sich die Kinder öfter darüber aus, was für einen Test sie gemacht haben und welche Farbe des Gummibärchens sie bekommen haben. Falls ein Kind zum Testen geht, sich dann anders entscheidet und doch keinen Test machen möchte wird das akzeptiert und es muss keinen Test machen.

Frau Dr. Munte hat zuerst ihre eigenen Kinder zuhause getestet. Da das gut geklappt hat war sie bereit es auch im Kindergarten umzusetzen. Sie benutzt dafür medizinische Tests, keine Laientests. Laut ihrer Erfahrung sind eher die Eltern nervös, während die Kinder gut mitmachen. Die Kinder haben höchstwahrscheinlich schon Abstriche beim Kinderarzt erlebt (zum Beispiel beim Verdacht auf Streptokokken). Andere Tests eignen sich nur bedingt – für Gurgeltests müssen die Kinder gurgeln können und Spuck- oder Lolli Tests sind für Kinder nicht immer sinnvoll. Die finanzielle Übernahme der Tests, sowie die Vergütung der Arbeitszeit der Ärztin, z.B. durch die Krankenversicherung ist bisher noch ungeklärt.  

Abschließend gab es noch eine von Johannes Becher kommentierte Austauschrunde zum Thema Tests in der Kita und zur allgemeinen Umsetzung der Corona-Regeln, sowie der Notbetreuung. Es war sehr spannend für alle TeilnehmerInnen zu hören wie Testmöglichkeiten im Kindergarten umgesetzt werden können. Dabei wurde auch von einzelnen Anwesenden die Umsetzung in der Krippe diskutiert. Eine Anwesende hatte auch hierzu bereits positive Erfahrungen gesammelt. Es wurde zudem auch über mögliche Kooperationen, z.B. mit Testzentren oder Apotheken gesprochen.  

Wir bedanken uns für den Austausch und die Einladung zu diesem Meeting.

Bericht-Veranstaltung-Grüne-Tests.pdf

Beitrag vom 17.05.21


Update zum Thema "Corona-Bonus" 

Wir haben vom bayerischen Landtag die Rückmeldung bekommen, dass unsere Stellungnahme nun als Petition geführt wird. Sie wird an den Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie weitergeleitet. Zudem soll es eine Stellungnahme der bayerischen Staatsregierung und einen Beschluss dazu geben, wie mit der Situation weiter verfahren werden soll. Sobald wir mehr über das Verfahren und die Ausschusssitzung erfahren werden wir euch darüber auf dem Laufenden halten.

Weitere Informationen zum Thema „Petitionen“ und den Umgang der Staatsregierung damit könnt ihr unter: Infos zu Petitionen im bayerischen Landtag nachlesen. 

Auch ein Träger hat sich bei uns gemeldet und betont, wie wichtig es ihm war den Beschäftigten einen Corona-Bonus auszuzahlen und wie schwierig es war diesen zu finanzieren. Wir freuen uns, dass auch einige Träger die Notwendigkeit eines Corona-Bonus erkannt haben und diesen finanzieren. 

Wir freuen uns darüber, dass unsere Forderungen nun auch immer mehr von der Politik wahrgenommen werden und wir hoffen, dass wir dadurch endlich etwas bewegen können.

Beitrag vom 16.05.21


Internationaler Tag der Familie 

Anlässlich des heutigen internationalen Tages der Familie wollen wir die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Familien und pädagogischem Personal betonen. Diese gute Zusammenarbeit kann nur durch Engagement, Offenheit, Transparenz, Einfühlungsvermögen und Vertrauen von beiden Seiten funktionieren. Eltern und pädagogisches Personal sollten sich als Partner sehen, die zusammen für den Erfolg des Kindes arbeiten.

Damit eine gute Kooperation möglich ist braucht es in vielen Kitas bessere Rahmenbedingungen. Nur wenn es genügend Zeit und Raum gibt, um sich zu begegnen, sowie gemeinsame Veranstaltungen, Aktionen und Gespräche stattfinden können ist es möglich eine gute Kooperation zwischen Familien und Kitas zu ermöglichen.  

Wir wollen auf diesem Weg allen Familien und dem pädagogischen Personal dafür danken, dass ihr auch unter den derzeit geltenden Bedingungen in Kitas das Beste gebt, damit Erziehungspartnerschaft gelingen kann.

Beitrag vom 15.05.21


Austausch mit Johannes Becher von Bündnis 90/Die Grünen 

Heute möchten wir Sie über unser Treffen mit dem Abgeordneten Johannes Becher von der Partei Bündnis 90/Die Grünen informieren. Herr Becher ist seit vielen Jahren beim Bündnis 90/Die Grünen tätig und setzt sich hier vor allem für die Kinder und Jugendarbeit ein. Seit 2018 ist er Abgeordneter des Bayerischen Landtags.

Wir trafen uns am Montag, den 03. Mai, um uns mit ihm über die aktuelle Situation in den Kitas auszutauschen. Neben Herrn Becher war auch seine Kollegin Selina Winkler zugeschaltet.
Im Namen des Verbandes waren Lisa Pfeiffer und Jacqueline Fleßa vertreten.

Es wurden folgende Themen angesprochen:

  • Umsetzung des Gute-Kita Gesetzes

  • Ausbildung

  • Gehaltssteigerung, Boni für zusätzliche Dienste, z.B. für Praxisanleiter

  • Mangelhafte und sinkende Qualität in Kitas

  • Veränderung des Anstellungsschlüssels

  • Finanzierung von Kitas

Meeting-Johannes_Becher-11.05.21.pdf

Beitrag vom 11.05.21


Stellungnahme zum Thema "Corona-Bonus" 

Sehr geehrte Damen und Herren,

viele Beschäftigte in Kitas haben bisher und werden auch in der Zukunft keinen Corona-Bonus erhalten. Wir als Verband finden das ungerecht, da wir gemäß unserem Leitbild für Gleichheit und Gerechtigkeit stehen. Die Kita-MitarbeiterInnen leisten nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie hervorragende Arbeit. Doch seit der Corona-Pandemie haben sie mit noch schwierigeren Bedingungen in den Kitas zu kämpfen.

In den Kitas wurde und wird während der Corona-Krise meist mit Notbetreuung gearbeitet. Dies bedeutet in den meisten Kitas aber nicht, dass nur einzelne Kinder anwesend sind. Mittlerweile sind die Kitas mit bis zu 90% der Kinder wieder voll. In der Gesellschaft heißt es jedoch immer wieder, dass Kitas geschlossen seien. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Beschäftigten in Kitas derzeit nicht zur Arbeit gehen müssten und dadurch auch kein Anrecht auf einen Corona-Bonus hätten. So ist es jedoch wie eben bereits erwähnt wurde in der Praxis nicht.

Zusätzlich gibt es nun weitere Auflagen, die umgesetzt werden müssen, z.B. die strikte Trennung der Gruppen, wodurch vom Personal Mehrarbeit eingefordert wird, Vorbereitungszeit entfällt und eine Person länger allein arbeiten muss als zuvor. Dies führt zu einer weiteren Erhöhung der Belastung. Dazu kommt dann noch die Angst vor der Infektion mit dem Coronavirus. Es gab lange keine Impfungen und Tests für das Personal. Mittlerweile befindet man sich in diesem Bereich endlich auf einem besseren Weg. Kinder werden jedoch nach wie vor nicht getestet. Dies würde den Schutz für alle Beteiligten erhöhen.

Auch das Tragen der Masken im Alltag stellt eine hohe Belastung für das Personal dar. Die Kinder verstehen das pädagogische Personal nicht mehr richtig. Dadurch muss noch lauter gesprochen werden. Die Mimik fehlt. Gerade bei jungen Kindern ist Mimik jedoch sehr wichtig, damit die Kinder uns richtig verstehen, Beziehungen aufgebaut werden können und sich Sprache entwickeln kann.

Des Weiteren gibt es vermehrt Konflikte mit den Eltern. Eltern und Personal sind mit ihrer Belastbarkeit am Ende. Es können keine Aktionen mehr stattfinden, die die Gemeinschaft und den Austausch stärken. Es ist nur noch Zeit für eine kurze Übergabe. Dazu kommen dann unter anderem noch konfliktreiche Themen wie die Frage, ob das Kind die Notbetreuung besuchen darf, ob der Infektionsschutz gut genug umgesetzt wird oder ob die Maßnahmen überhaupt notwendig sind. Außerdem muss auch noch der Kontakt zu den Kindern, die nicht die Kitas besuchen gehalten werden.

Zudem gibt es immer wieder neue Auflagen, die schnell umgesetzt werden müssen. Es ist nun noch mehr bürokratische Arbeit zu leisten. So muss z.B. die Notbetreuung jede Woche neu koordiniert werden, es müssen Testformulare eingesammelt werden, Kinderzahlen müssen jede Woche gemeldet werden, es gibt immer wieder neue Hygienepläne, Stufenpläne etc.

Diese zuvor genannten Gründe für die Mehrbelastung der Arbeitskräfte in den Kitas würde sich auch durch eine Aufhebung der Notbetreuung nicht lösen. Auch dann spielen viele der genannten Faktoren noch eine wichtige Rolle und verschlechtern die auch vor der Pandemie bereits meist mangelhaften Bedingungen in Kitas zunehmend.

In sozialen Berufen arbeiten zudem hauptsächlich Frauen. Gerade in der Corona-Pandemie haben Mütter zusätzlich mit der Betreuung ihrer eigenen Kinder und dem Homeschooling zu kämpfen. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte das Personal von Kitas noch nicht einmal ein Anrecht darauf ihre eigenen Kinder in die Notbetreuung zu geben, es sollte aber andere Kinder betreuen. Wie sollte das funktionieren? Dazu kommt noch die Erhöhung der Kind-Krank-Tage, die auch für Beschäftigte in Kitas gilt. Das Personal, das keine Kinder hat, ist dadurch dazu gezwungen noch mehr Arbeit zu übernehmen, um das Fehlen von den KollegInnen abzufedern. Dies trifft auch bei Krankheiten der Beschäftigten zu, da diese nun länger zuhause bleiben müssen, bevor sie wieder in die Kitas gehen können.

Verstehen Sie uns nicht falsch. Wir setzen uns für einen hohen Infektionsschutz in Kitas ein und können die meisten Maßnahmen nachvollziehen und unterstützen. Damit diese gewinnbringend umgesetzt werden können müssen sich aber die Bedingungen in Kitas verändern und dem pädagogischen Personal muss mehr Wertschätzung entgegengebracht werden. Ein Anfang dafür wäre ein Corona-Bonus.

Das teilweise sogar weniger von der Pandemie betroffene Berufe wie Handwerker einen Corona-Bonus erhalten lässt unseren Unmut noch weiter steigen. Wir leisten auch ohne Pandemie schon herausragende Arbeit unter den schwierigen Bedingungen, die in Kitas gelten. Dass uns nun nicht einmal ein Corona-Bonus zustehen soll, anderen aber schon ist absolut nicht gerechtfertigt.

Einige Träger zahlen einen Bonus, jedoch nicht alle. Das lässt auch unter den Beschäftigten ein Gefühl von Ungerechtigkeit aufkommen. Das Argument, dass die Träger kein Geld mehr hätten ist schwer nachvollziehbar, wenn einige Träger einen Bonus zahlen, andere aber nicht. Zudem wird die Auszahlung eines Corona-Bonus von der Staatsregierung in der Betriebskostenförderung gefördert. Liebe Träger, bitte überdenken Sie Ihre Entscheidung noch einmal. Investieren Sie endlich in die Qualität der Kitas und in die Anerkennung der Beschäftigten. Dadurch kann auch der Fachkräftemangel abgemildert werden. Der Staat muss aus unserer Sicht in Zukunft noch stärker dafür sorgen, dass die Träger dabei auch finanziell unterstützt werden und die Förderung erhöht wird.

Für Rückfragen und Austausch stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Stellungnahme-Corona-Bonus.pdf

Unsere Stellungnahme wurde auch auf Erzieherin.de veröffentlicht. Link zur Veröffentlichung

Beitrag vom 09.05.21


Zeitungsartikel in der "Hallo München" und der "TZ München" vom 30.04.2021

Wir wurden von der "Hallo München" zur aktuellen Corona-Situation in Kitas befragt. Der Artikel wurde außerdem in der "TZ München" veröffentlicht. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Link zum Artikel

Beitrag vom 07.05.21


Einladung zum Info-Abend 

Liebe KollegInnen, liebe Kita- MitarbeiterInnen,

hiermit laden wir Sie herzlich zu unserem Online-Infoabend am Mittwoch, den 19.05.21 um 20.00 Uhr ein. Dort bekommen Sie nochmal alle wichtigen Infos zu unserem Verband, können uns kennenlernen, sowie mit unseren Vorsitzenden und anderen Interessierten in den direkten Austausch gehen.

Wir würden uns freuen wenn Sie sich dafür Zeit nehmen und uns die Chance geben, Sie von unserer Arbeit zu überzeugen.

Um sich anzumelden und anschließend den Link zu erhalten, melden Sie sich bitte spätestens bis zum 16.05.21 unter folgender Email Adresse an: lisa.Pfeiffer@verband-kitafachkraefte-bayern.de

Wir freuen uns darauf Sie „persönlich“ kennen zu lernen! 

Beitrag vom 07.05.21


Stellungnahme zum Thema "Aussetzung des Personalschlüssels" 

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben erfahren, dass das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales die Aussetzung des Personalschlüssels von Kindertageseinrichtungen plant. Unsere Informationen stammen aus der Anfrage des Abgeordneten Johannes Becher zum Plenum vom 20.04.2021 (Link zur Anfrage). Zur Antwort des Staatsministeriums wollen wir mit diesem Brief Stellung nehmen. 

Wir als Verband sehen die Bewegung den Anstellungsschlüssel auszusetzen als sehr kritisch an. Wir finden es sehr wichtig, dass ein Personalschlüssel auch weiterhin vorgeschrieben bleibt. Das hat den Hintergrund, dass Träger bei der Ausstattung des Personals sparen könnten, um die Kosten zu verringern. Die Träger haben oft keine andere Wahl als die Kosten so viel wie möglich zu senken, da die Finanzierung von Kindertageseinrichtungen sehr knapp bemessen ist. Wenn in diesem Fall der Personalschlüssel aufgehoben wird besteht ein hohes Risiko, dass noch weniger Personal eingesetzt wird und damit die Qualität der Betreuung und die Arbeitsbedingungen in den Kitas noch weiter sinkt.

Der faktische Anstellungsschlüssel in Bayern liegt laut dem bayerischen Staatsministerium derzeit bei 9,3, was besser als der empfohlene Anstellungsschlüssel von 1:10 und der Mindestanstellungsschlüssel von 1:11 ist. Das bedeutet aber nicht, dass alle Kitas einen solch „guten“ Schlüssel haben, wobei sich auch darüber streiten lässt, ob der Schlüssel von 1:9,3 ausreicht. Dieser Schlüssel ist ein Durchschnittswert aller Kitas in Bayern. Einzelne Kitas können demnach einen besseren, aber auch einen schlechteren Schlüssel haben. Ein solcher Durchschnittswert kann niemals als Rechtfertigung dafür gelten, dass es keine gesetzlichen Vorgaben geben muss, da wie bereits erwähnt sich einige Träger sehr streng an den gesetzlichen Vorgaben orientieren müssen.  

Die Finanzierungsstruktur für Träger und der Personalschlüssel müssen aus unserer Sicht dringend überdacht werden. Wir fordern einen Schlüssel von 1:3 in der Krippe, von 1:7,5 im Kindergarten und von 1:9,5 im Hort. Dafür braucht es neben gesetzlichen Regelungen auch mehr Budget, dass für den Kita-Bereich zur Verfügung gestellt werden muss.  

Auf den Wunsch der Trägerverbände eine noch größere Flexibilität bei der Umsetzung des Anstellungsschlüssels, sowie der Fachkraftquote haben zu wollen reagieren wir sehr skeptisch. Uns ist es wichtig, dass es klare Richtlinien gibt, an die sich alle halten müssen, um das Wohl der Mitarbeiter und der Kinder zu sichern. Auch auf den Vorschlag zusätzliche Personengruppen als Fachkräfte einzustufen reagieren wir ablehnend. Es ist wichtig die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern. Das ist nicht möglich wenn sich jede Ergänzungskraft, z.B. durch eine Kurzfortbildung zur Fachkraft weiterqualifizieren kann. Dies löst bei unseren Fachkräften eine Geringschätzung aus. ErzieherInnen, KindheitspädagogInnen und SozialpädagogInnen, die klassischerweise als Fachkräfte gelten haben einen langen Ausbildungsweg hinter sich. Wenn nun jeder schnell die gleiche Qualifikation erwerben kann sinken die Qualität und die sowieso schon mangelhafte Anerkennung noch weiter. Das können wir auf keinen Fall unterstützen. Es sollten besser die Bedingungen und die Finanzierung der herkömmlichen Ausbildungen und der frühkindlichen Bildung und Betreuung verbessert werden, so dass viele Menschen diesen Beruf ergreifen wollen, statt immer wieder neue Ausbildungs- und Weiterbildungswege zu eröffnen, bei denen schnell der Überblick verloren geht und bei denen die Qualität unzureichend ist.  

Uns ist es wichtig an dieser Stelle auch noch einmal auf den hohen Stellenwert der Ergänzungskräfte für die erfolgreiche Arbeit in der Kita einzugehen. Ohne Ergänzungskräfte wäre ein reibungsloser Kita-Alltag unmöglich. Sie sind eine nicht wegzudenkende Stütze für die Fachkräfte, für die Erziehungspartnerschaft und die Weiterentwicklung der Qualität der Einrichtung. Es ist wichtig, dass auch dies verschiedenen Ausbildung für Ergänzungskräfte weiterentwickelt werden, die Finanzierung angehoben wird und die Anerkennung auch für diesen Beruf ansteigt. 

In der Antwort des Staatsministeriums heißt es außerdem, dass statt einer gesetzlichen Regelung ein Orientierungsrahmen eingeführt werden soll. Dabei stellt sich bei uns die Frage: Wie soll dieser aufgebaut werden? Hat dieser verbindliche Regelungen? Hilft dieser den Leitungen Argumente für mehr Personal in den Einrichtungen zu finden? 

Wir wünschen uns, dass auch wir, neben den Trägerverbänden, in Zukunft zu solch wichtigen politischen Entscheidungen befragt werden. Wir können die Situation aus der Praxis erklären. Wir schauen nicht nur auf Zahlen, sondern sammeln täglich Erfahrungen wie sich politische Entscheidungen auf unser Arbeitsfeld und auf die Kinder und die Gesellschaft auswirken.  

Wir sind jederzeit bereit für Rückfragen und Gespräche.  

Mit freundlichen Grüßen 

Der Verband Kita-Fachkräfte Bayern

Link zur PDF-Datei: Stellungnahme-Aussetzung_Personalschlüssel.pdf

Beitrag vom 02.05.2021


Stellungnahme zum Thema "Ganztagsausbau an Grundschulen 

Liebe Frau Giffey,

nein, nein und nochmals NEIN! Haben Sie und Ihre Kollegen denn aus der Vergangenheit nichts gelernt?! Müssen wir Sie an die Misere von 2013 erinnern, als Sie jedem Kind ab dem ersten Geburstag einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz versprochen haben?

Bis heute im Jahr 2021 fehlt es noch immer an genügend Einrichtungen für alle Kinder und ausreichend qualifizierten Personal, das dort arbeitet. Jedes Jahr gibt es große Frustration innerhalb der Elternschaft, die mal wieder keinen Platz bekommen haben. Und nicht selten dürfen wir diese vor Ort „ausbaden“. Und was ist mit unseren Kollegen, die sich täglich aufarbeiten, um den Kindern, die dann glücklicherweise einen Kitaplatz bekommen haben, auch nur irgendwie gerecht zu werden. Es fehlt schlichtweg an guten Arbeits- und Rahmenbedingungen!

Und nun möchten Sie tatsächlich wieder eine neue „Baustelle aufreißen“ anstatt die alte erstmal zufriedenstellend zu beenden? Ein Gesetzentwurf zum Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder im Grundschulalter? Ernsthaft? Wer soll diese Kinder bitte wo genau betreuen?!

Das Sie natürlich durch Zitat: “Eine gute Betreuungsinfrastruktur ist zudem ein positiver Wirtschaftsfaktor...“den wirtschaftlichen Vorteil sehen ist nicht überraschend für uns. Können Sie bitte die Bedürfnisse der Kinder und des pädagogischen Personals sehen?! Wollen wir überhaupt eine Gesellschaft, in der das Familienleben kaum noch Platz findet und sich stattdessen unsere Kinder den ganzen Tag in schlecht ausgestatteten Einrichtungen aufhalten? In Einrichtungen, in denen das Personal sein bestes gibt und trotzdem auf dem Zahnfleisch daher kommt?

Wir sagen NEIN zu einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Grundschulalter! Wir fordern Sie auf erstmal in den Kitas die dringend notwendigen Verbesserungen umzusetzen, bevor Sie sich einem neuen Projekt widmen. Wir sind Ihnen dabei gerne eine Hilfe und beraten Sie praxisnah und realistisch.

Ihr Verband Kita- Fachkräfte Bayern

 

Link zum Facebookprofil von Fr. Giffey

Stellungnahme-Ganztagsanspruch_Grundschule.pdf

Beitrag vom 21.04.2021

Beitrag vom 21.04.21


Kitahelden-Interview 

Es ist so weit. Das erste Interview mit uns ist online. Wir wurden von Andreas von den Kitahelden interviewt. Sehen Sie sich an wer wir sind und welche Ziele und Visionen wir für die Zukunft sind. Natürlich gibt es im Video auch Infos zur Mitgliedschaft.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Anschauen. Sie dürfen das Video gerne auch teilen und verbreiten, damit wir immer mehr werden und zusammen Veränderungen erreichen können.

Danke noch einmal an Andreas von den Kitahelden für das tolle Interview.

Beitrag vom 18.04.2021


Stellungnahme zum Thema "Corona-Tests bei Kita-Kindern" 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

in dieser Woche wurden sowohl von der SPD als auch von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Dringlichkeitsanträge an den Bayerischen Landtag gestellt, die sich mit dem Thema „Corona-Tests bei Kita-Kindern“ beschäftigen. Uns ist es ein Anliegen zu diesem Thema Stellung zu beziehen.

Wir freuen uns darüber, dass immer mehr Parteien auf die Situation und das Infektionsrisiko in Kindertageseinrichtungen aufmerksam werden, denn es ist uns wichtig, dass der Infektionsschutz in Kindertageseinrichtungen erhöht wird. Dabei spielen auch Tests für Personal und Kinder eine wichtige Rolle. Das RKI verzeichnete in den letzten Wochen steigende Infektionszahlen bei Kindern im Kita-Alter. Immer mehr Kitas müssen aufgrund von Infektionen (teilweise) schließen. Aus diesem Grund muss nun endlich gehandelt werden. 

Die Überlegungen der Grünen zur Durchführung der Tests durch die Zusammenarbeit mit medizinischem Personal und Testzentren finden wir einen guten Vorschlag, da das Personal nicht auch noch diese Aufgabe übernehmen kann. Es müssen aus unserer Sicht zudem kindgerechte Testverfahren genutzt werden, wie es auch die Grünen in ihrem Antrag vorschlagen. Auch die SPD empfindet Tests bei Kita-Kindern als möglich. Im Antrag werden sogar einige Testarten aufgezählt, die für Kinder geeignet wären, sowie die Möglichkeit der Pool-Testungen.  

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das pädagogische Personal offen für Tests ist und diese gerne nutzt. Wir sind der Meinung, dass auch viele Eltern hinter einem Testkonzept stehen würden und es möglich ist Tests bei Kita-Kindern durchzuführen, ohne dass ein Schaden entsteht.  

Es wurde lange nicht gehandelt. Die Situation in Kindertageseinrichtungen wird immer brisanter. Wir wollen uns bei den Grünen und der SPD dafür bedanken, dass sie sich Gedanken zu diesem Thema gemacht haben. Wir finden es gut, dass sich diese Parteien dafür einsetzen, dass das Personal und die Kinder in Kitas besser geschützt werden können, damit hoffentlich bald die Infektionszahlen sinken und damit wieder alle Kinder die Kindertageseinrichtungen besuchen können. Wir wissen, wie wichtig die Kitas für Kinder und Familien sind. Wir erleben eine hohe emotionale Anspannung bei Familien und Personal. Es muss für die Zukunft alternative Konzepte geben, damit Kinder wieder mit emotionaler Stabilität aufwachsen können. 

Für Rückfragen und Austausch stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.  

 

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Link zum Dinglichkeitsantrag 2 der Grünen vom 14.04.2021

Link zum Antrag der SPD vom 09.04.2021

Link zu den Informationen des RKI

Stellungnahme-Tests_bei_Kita-Kindern.pdf

Unser Beitrag wurde von Erzieherin.de online veröffentlicht (Link zum Artikel)

Beitrag vom 16.04.21


Ziele 

Derzeit konkretisieren der Vorstand, die Beisitzer und die neuen Mitglieder unsere Ziele. Die ersten werden derzeit auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch dort folgen und uns Ihre Meinung zu unseren Zielen abgeben. 

Wenn die Ziele feststehen werden sie außerdem hier auf unserer Homepage unter Ziele veröffentlicht.

Bis bald

Der Verband Kita-Fachkräfte Bayern

Beitrag vom 16.04.2021


Infovideo

Sie fragen sich wer wir sind und was wir wollen? Dann schauen Sie sich dieses Video an und wenn es Ihnen gefällt  teilen Sie es gerne, damit mehr Menschen auf uns aufmerksam werden und wir zusammen eine Veränderung erreichen können. Nur zusammen können wir das schaffen!

Beitrag vom 28.03.2021


Stellungnahme zum 408. Newsletter des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit, Soziales

Sehr geehrte Damen und Herren, 

wir möchten in diesem Brief auf den Newsletter 408 der Staatsregierung reagieren, der am 16.03.2021 veröffentlicht wurde, da wir innerhalb von wenigen Stunden bereits viele negative Rückmeldungen unserer zukünftigen Mitglieder bekommen haben. 

Zunächst einmal möchten wir klarstellen, dass wir es wichtig finden, dass pädagogisches Personal vor dem Coronavirus geschützt wird. Dafür sind regelmäßige Tests für Kinder und Personal, auch ohne Symptome ein wichtiger Baustein, vor allem, weil viele Fachkräfte noch nicht geimpft und Schnelltests nur sehr langsam verteilt wurden. 

In der Praxis bedeutet die neue Regelung einen erhöhten Aufwand und gefährdet die Erziehungspartnerschaft. Da nicht klar definiert ist welche Symptome als leicht und welche als schwer eingestuft werden muss das pädagogische Personal immer wieder mit Eltern diskutieren ob ein Test notwendig ist. Das ist für das Personal schwierig zu erklären, da es keine genauen Grundlagen gibt, auf die man sich beziehen kann. Zudem hat das pädagogische Personal in seiner Ausbildung so gut wie keine medizinischen Grundlagen erlernt. Wir sind keine Ärzte die eine Diagnose stellen können. Wir bitten Sie hiermit darum klarere Vorgaben vorzugeben welche Symptome als leicht und welche als schwer einzustufen sind.

Den zukünftigen Mitgliedern des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern wäre außerdem wichtig, dass die Politik die Folgen der Entscheidungen im Vorhinein abwägt, damit es nicht immer wieder zu Korrekturen kommt. Diese verwirren alle Beteiligten und sorgen für großen Unmut zwischen Politik, Eltern und Personal.  

Außerdem bitten wir Sie in der Zukunft auf Ihre Formulierung zu achten. Der Newsletter nutzte Formulierungen, die das pädagogische Personal in ein schlechtes Licht rücken. Dies schadet unserem Berufsstand, der ohnehin in der Gesellschaft nicht hoch angesehen ist und mit mangelhaften Rahmenbedingungen, sowie wenig Schutz vor der Corona-Pandemie zu kämpfen hat.

Bitte verlieren Sie die Position der Fachkräfte nicht aus dem Blick. 

Für Rückfragen und Gespräche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.   

 

Mit freundlichen Grüßen 

Der Vorstand des Verbandes Kita-Fachkräfte Bayern

 

Stellungnahme-Newsletter-408.pdf

Link zum Newsletter der Staatsregierung

Beitrag vom 20.03.2021

 

Dieser Beitrag wurde auch auf https://www.erzieherin.de/stellungnahme-des-verband-kita-fachkraefte-bayern-zum-408-newsletter-des-bayerischen-staatsministeriums.html veröffentlicht.


Presseerklärung über die Gründung des Verbandes 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

hiermit möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir am 16.03.2021 zu unserer großen Freude den Verein „Verband Kita-Fachkräfte Bayern“ erfolgreich gegründet haben. Unsere Gründungsmitglieder sind pädagogische Fachkräfte wie bspw. ErzieherInnen und KinderpflegerInnen, die in Kindertagesstätten tätig sind und die äußerst unbefriedigenden Arbeits- und Rahmenbedingungen nicht mehr schweigend hinnehmen möchten.

Durch die aktuelle Corona Krise wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig und „systemrelevant“ der gesamte Kita-Bereich ist. Das war er bereits vor dieser Krise und das wird er auch danach noch sein, weshalb wir uns langfristig und nachhaltig für das pädagogische Personal einsetzen werden. Die Öffentlichkeit muss erfahren unter welch schwierigen Bedingungen wir ohnehin bereits arbeiten, wie sehr die Ansprüche an unser Berufsfeld die letzten Jahre gestiegen sind und wie unzureichend die momentane Bildungs- und Erziehungsarbeit deshalb in den meisten Kindertagesstätten stattfindet. 

Wir sind ein Verein dessen Zweck es ist, das Ansehen des pädagogischen Personals in Kindertagesstätten zu stärken und deren Interessen aktiv zu vertreten. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht die aktuelle Bildungspolitik in Bezug auf Kindertagesstätten kritisch zu hinterfragen und streben vielfältige und weitreichende Veränderungen an. Dazu möchten wir als pädagogische Fachkräfte ernst genommen werden und unsere Fachkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis einbringen. Wir wollen aktiv mitbestimmen und Raum für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Zuständigen schaffen, um den Aufgaben unserer Arbeit gerecht zu werden und unseren Berufszweig wieder attraktiver zu gestalten. Dazu gehört es auch auf Missstände in den Kindertagesstätten und der vergangenen Bildungspolitik aufmerksam zu machen und uns damit auseinander zu setzen. 

Wir wünschen uns eine gelungene Kooperation, sowie einen regen Austausch mit Politikern, Presse, Trägern, Elternvertretern und anderen Personen, bzw. Institutionen, die für unsere Verbandsarbeit relevant sind. Daher laden wir Sie hiermit herzlich ein mit uns in den Dialog zu treten, um ein authentisches Bild von der aktuellen Praxis in den Kitas zu erlangen und zusammen Lösungen zu erarbeiten.  

Mit freundlichen Grüßen 

Der Verband Kita- Fachkräfte Bayern

 

Gründungserklärung.pdf

Beitrag vom 20.03.2021

 

Dieser Beitrag wurde auch auf https://www.erzieherin.de/gruendung-des-verbandes-kita-fachkraefte-bayern.html veröffentlicht.


Stellungnahme zu den neuen Hygienemaßnahmen für bayerische Kitas 

In der letzten Zeit konnten wir einige Maßnahmen aus den Medien entnehmen, die für einen besseren Infektionsschutz für pädagogisches Personal eingesetzt werden sollen. 

Diese sind zum einen die Imfpung, auf die jetzt jeder Mitarbeiter von KiTas Anspruch hat. 

Zum anderen sind es die Schnelltests, die für Kitas bereitgestellt werden sollen, damit sich das pädagogische Personal danmit zweimal pro Woche in der Einrichtung testen kann. Dies ergänzt das in Bayern gültige Angebot der freiwilligen PCR-Testungen.

Daneben wurden vor kurzer Zeit auf eine begrenzte Anzahl medizinischer Masken und FFP2-Masken vom Staatsministerium zur Verfügung gestellt. 

Wir als zukünftiger Verband begrüßen diese Neuerungen. Wir freuen uns darüber, dass wir nun die Möglichkeit haben uns besser schützen zu können. Wir finden es gut, dass diese Maßnahmen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruhen, denn jeder muss für sich selbst entscheiden können was er möchte. Wir hoffen, dass der Infektionsschutz auch in Zukunft noch weiter ergänzt wird, damit wir uns, die Kinder, die Familien und damit auch die Gesellschaft noch besser schützen können.

Beitrag vom 27.02.2021


Wir planen die Gründung

Ende November haben wir eine Facebookgruppe erstellt. Diese hatten den Zweck Mitstreiter für die Verbandsgründung zu finden. Anfang Januar hatten wir dann zwei Online-Treffen mit Interessierten. Mitte Januar bildete sich daraus die Organisationsgruppe heraus. Diese arbeitet nun regelmäßig an der Planung der Verbandsgründung, erstellt die Satzung, ein Logo, einen Finanzplan, ein Leitbild, die Social Media Seiten, ...

Unser Logo wurde uns von Marion Keller (http://marionkeller.dewasdarfdesign@gmail.com) zur Verfügung gestellt. Wir wollen uns auf diesem Weg noch einmal dafür bedanken.

Wir hoffen Anfang März den Verband gründen zu können. Bis dahin weren wir Sie hier auf dem Laufenden halten.

Beitrag vom 26.02.2021